Düsseldorfs Eishockey-Team verliert 1:3 gegen die Wild Wilds und wird die Länderspielpause außerhalb der Play-off-Ränge verbringen.

IMGP1221.JPG
Torschütze John Henrion (vorne) ist enttäuscht. Der DEG fehlen vier Punkte auf einen Play-off-Rang.

Torschütze John Henrion (vorne) ist enttäuscht. Der DEG fehlen vier Punkte auf einen Play-off-Rang.

Torschütze John Henrion (vorne) ist enttäuscht. Der DEG fehlen vier Punkte auf einen Play-off-Rang.

Düsseldorf. Als die Schlusssirene im Rather Dome ertönte, passierte etwas, was es in den vergangenen Jahren selten gegeben hatte: ein amtliches Pfeifkonzert des Publikums. 1:3 (1:1, 0:0, 0:2) hatte die Düsseldorfer EG gegen die Schwenninger Wild Wings verloren und damit die zwölfte Niederlage im 19. Saisonspiel der Deutschen Eishockey Liga kassiert.

Das war nicht etwa auf mangelnden Einsatz zurückzuführen, sondern eher auf die fehlende Kreativität in der Offensive. Fast über die gesamten 60 Minuten hatte die DEG das Spiel gemacht und am Ende stolze 39 Schüsse aufs Tor gebracht. Doch die wenigsten davon waren wirklich gefährlich. „Wir müssen mehr Betrieb vor dem Tor machen, damit es für die Gegner schwerer ist, die Schüsse zu verteidigen“, sagte Kapitän Darryl Boyce hinterher.

Trainer Mike Pellegrims hatte seiner Mannschaft hingegen „nicht viel vorzuwerfen“. Die DEG habe „hart gearbeitet und alles gegeben“, aber das eine Tor durch John Henrion zum 1:0 im ersten Drittel sei nun mal zu wenig. Insgesamt haben die Düsseldorfer ja gerade ein Problem mit dem Toreschießen. Nach 30 Toren an den ersten acht Spielen (Schnitt: 3,8), waren es an den Spieltagen neun bis 19 nur noch 19 (Schnitt: 1,7). Nicht umsonst sagte Pellegrims: „Es ist das zweite Mal, dass wir gegen Schwenningen spielen und nur ein Tor geschossen haben.“

Wie bereits im ersten Saisonvergleich hält SERC-Torhüter Strahlmeier überragend

Der angesprochene erste Saisonvergleich war der vielleicht bitterste Auftritt der DEG in dieser Saison. 1:5 nach 1:0. Überragend damals: SERC-Torhüter Dustin Strahlmeier mit 32 Paraden. Überragend diesmal: SERC-Torhüter Dustin Strahlmeier mit 38 Paraden. Eine „sehr starke Leistung“ sei das gewesen, sagte Gäste-Trainer Pat Cortina, dessen Mannschaft in den ersten beiden Dritteln zwar wenig zu bestellen hatte, aber trotzdem zügig wieder ausglich. Es war das erste Heimgegentor der DEG nach zuletzt zwei Shutouts in Folge. 132:07 Minuten lang hatten die Düsseldorfer kein Tor kassiert.

Am Freitag gab es nicht nur den Ausgleich im ersten, sondern noch zwei weitere Gegentreffer im Schlussabschnitt, auf die die DEG keine Antwort hatte. Zum Leidwesen von Torschütze John Henrion: „Mit Blick auf die Tabelle war das ein sehr wichtiges Spiel. Die Punkte hätten wir heute gut gebrauchen können.“

Tor: Mathias Niederberger (Dan Bakala)

Abwehr: Brandon Burlon, Stephan Daschner - Henry Haase, Bernhard Ebner - Johannes Huß, Marco Nowak - Nicklas Mannes

Angriff: Maximilian Kammerer, Alexander Barta, Spencer Machacek - Eduard Lewandowski, Lukas Laub, Alexej Dmitriev - Jeremy Welsh, Darryl Boyce, John Henrion - Leon Niederberger, Marcel Brandt

Tor: Dustin Strahlmeier (Marco Wölfl)

Abwehr: Kalle Kaijomaa, Dominik Bohac - Tim Bender, Dominik Bittner - Benedikt Brückner, Mirko Sacher - Lennart Palausch

Angriff: Anthony Rech, Will Acton, Damien Fleury - Markus Poukkula, Mirko Höfflin, Stefano Giliati - Ulrich Maurer, Simon Danner, Tobias Wörle - Marcel Kurth, Istvan Bartalis, Kai Herpich

Schiedsrichter: Lasse Kopitz (Iserlohn) und Marc Iwert (Adendorf)

Zuschauer: 5768

Tore: 1:0 (08:25) Henrion (Welsh), 1:1 (11:06) Giliati (Höfflin); 1:2 (44:46) Danner (Wörle), 1:3 (59:20) Fleury (5-6)

Strafminuten: DEG 4 - Schwenningen 2

Doch die nahmen die Gäste mit an den Neckar. Deswegen steht bereits jetzt fest, dass die DEG die Länderspielpause außerhalb der Play-off-Plätze erleben wird. Aktuell sind es vier Zähler Rückstand auf Rang zehn. Selbst wenn sie am Sonntag (16.30 Uhr/WZ-Liveticker) beim Meister aus München gewinnen sollte, kann sie maximal Elfter werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer