Mit einem starken Jamie Storr im Tor gewinnt die DEG beim direkten Rivalen in Nürnberg mit 5:2.

Andy Hedlund, Peter Ratchuk, Rob Collins, Patrick Reimer und Daniel Kreutzer können jubeln.
Andy Hedlund, Peter Ratchuk, Rob Collins, Patrick Reimer und Daniel Kreutzer können jubeln.

Andy Hedlund, Peter Ratchuk, Rob Collins, Patrick Reimer und Daniel Kreutzer können jubeln.

Sport-Press/Jonat

Andy Hedlund, Peter Ratchuk, Rob Collins, Patrick Reimer und Daniel Kreutzer können jubeln.

Düsseldorf. "Walter, hol’ die Mannschaft raus", skandierten die mitgereisten Fans der Düsseldorfer EG, und Teamleiter Walter Köberle tat wie ihm befohlen. Der Jubel war groß, denn mit einer hoch konzentrierten Leistung gelang der Mannschaft von Trainer Harold Kreis am Sonntag im Kampf um die direkte Teilnahme an den Play-offs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ein wertvolles 5:2 (1:0, 3:1, 1:1) vor 5261 Zuschauern beim direkten Konkurrenten Nürnberg Ice Tigers. "Endlich haben wir den zuletzt vermissten Killer-Instinkt vor dem Tor bewiesen", sagte Harold Kreis, während Kollege Andreas Brockmann seiner Mannschaft Naivität bescheinigte. "Wir sind dem Gegner sehenden Auges ins offene Messer gelaufen."

Fast auf den Tag genau zehn Monate war es am Sonntag her, dass die DEG zum bislang letzten Mal in Nürnberg gastiert hatte. Am 26. März 2008 gelang ein denkwürdiges 3:2 beim damaligen Vorrundensieger, das den sensationellen Einzug ins Play-off-Halbfinale perfekt machte. Lange konnten sich die Franken von dieser Niederlage, die Trainer Benoit Laporte den Job kostete, nicht erholen. Finanziell geriet der Klub in höchste Not und hätte im Herbst sogar beinahe Insolvenz anmelden müssen. Die Mannschaft aber rückte in dieser schweren Stunde zusammen und hat sich inzwischen sogar wieder in Schlagdistanz zur direkten Play-off-Teilnahme gebracht. Sicher auch ein Verdienst des nicht unumstrittenen Trainers Andreas Brockmann.

Verteidiger Peter Ratchuk wird immer gefährlicher

Die gestrige Begegnung war für die DEG nach nur einem Punkt aus den beiden vergangenen Partien extrem wichtig. Was Trainer Kreis dazu veranlasste, die etatmäßige Nummer eins zurück ins Tor zu beordern. Jamie Storr stand damit erstmals nach seiner am 14. Dezember in Mannheim erlittenen Verletzung wieder zwischen den Pfosten. "Jamie war fit und heiß und ich wollte nach zwei Niederlagen etwas verändern", sagte Kreis. Storr sah nach 13 Spielen Abstinenz einen optimalen Auftakt seiner Vorderleute. Es ging blitzschnell. Andy Hedlund nach einer Minute in Überzahl, Shane Joseph nach nur 71 Sekunden im zweiten Drittel und Brandon Reid weitere 137 Sekunden später nach einem Konter aus dem Lehrbuch erzielten die 3:0-Führung folgen ließ. Zwar schöpfte Nürnberg mit dem Tor von Shawn Carter noch einmal Hoffnung, doch Peter Ratchuk konnte ein Überzahlspiel zum 4:1 verwerten. Damit war die Partie entschieden, auch wenn Adam Courchaine (DEG) und erneut Carter dem Ergebnis noch ein anderes Aussehen verliehen.

Tor: Storr (Jochen Reimer); Abwehr: Ratchuk, Hedlund - Caldwell, Harrington - Holzer, Bazany; Angriff: Kreutzer, Collins, Patrick Reimer - Courchaine, Reid, Joseph - Tutschek, Ramsay, Kaufmann - Carciola, Boon, Hinterstocker

Sicorschi (Waldkraiburg)

5261

0:1 (1:00) Hedlund (Kreutzer, Kaufmann/5-4); 0:2 (21:11) Joseph, 0:3 (23:28) Reid (Courchaine, Joseph), 1:3 (26:55) Carter (Ondruschka), 1:4 (31:29) Ratchuk (Hedlund, Kreutzer/5-4); 1:5 (45:47) Courchaine (Bazany), 2:5 (47:01) Carter (Keller, King)

NIT 8 - DEG 16 + 10 (Caldwell) + 10 (Holzer)

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