DEG habe jederzeit gewusst, was er einnimmt.

Beginnt jetzt eine Schlammschlacht zwischen Michael Davies und der DEG? Zumindest hat sich der 27 Jahre alte US-Amerikaner am Donnerstag über seinen Anwalt Florian Hilbert zu seinem Dopingvergehen geäußert und Vorwürfe gegen die DEG erhoben.

In der Stellungnahme weißt Davies die Anschuldigung der DEG, dass er Absprachen gebrochen und die Anweisungen der Mediziner missachtet hätte, zurück: „Zutreffend ist vielmehr, dass der Spieler bereits zwei Tage nach seiner Ankunft in Deutschland, das heißt am 17.07.2014, mit Dr. Löbbert [Düsseldorfer Neurologe, der mit der DEG zusammenarbeitet, Anm. d. Red.] eine Besprechung hatte und diesem mitgeteilt hat, dass er seit seinem 14. Lebensjahr ein bestimmtes Präparat zu sich nimmt.“

Brisant ist der nächste Absatz: „Dem Spieler wurde von Seiten der Vereinsärzte daraufhin mitgeteilt, dass man sich zum einen darum kümmern würde, dass er dieses weiter einnehmen könne. Zum anderen wurde im August von Seiten der Vereinsverantwortlichen mitgeteilt, dass die von ihm verwendete Medikation von Seiten der Nada zugelassen wäre und eine Einnahme kein Problem darstellen würde.“ Funktionäre und Mediziner der DEG seien „zu jederzeit über die Einnahme des Präparates, in Kenntnis“ gewesen, heißt es weiter. Außerdem habe Davies das Medikament zum Zeitpunkt der Dopingkontrolle durch die Nada nicht mehr eingenommen. Sondern eins, „welches vom Vereinsarzt verordnet wurde“.

Die DEG reagierte sofort mit einer eigenen Stellungnahme. In der bestreitet sie dies und kündigt eine „baldige Pressekonferenz“ an, auf der sie mit Dokumenten beweisen will, dass sie Davies vor dem Medikament gewarnt und sich „korrekt verhalten“ habe. bes

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