Düsseldorfer EG verliert gegen den EHC München 0:3 und schlittert in eine Krise. Nur Torwart Niederberger wird gefeiert.

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DEG-Torwart Mathias Niederberger konnte sich gegen die agilen Münchner einige Male auszeichnen. Geholfen hat das freilich nichts.

DEG-Torwart Mathias Niederberger konnte sich gegen die agilen Münchner einige Male auszeichnen. Geholfen hat das freilich nichts.

Hajo Lange

DEG-Torwart Mathias Niederberger konnte sich gegen die agilen Münchner einige Male auszeichnen. Geholfen hat das freilich nichts.

Düsseldorf. Aus dem Oktoberfest wurde ein Reinfall, denn es gab wieder keine Punkte für die Düsseldorfer EG. Das Team von Trainer Jeff Tomlinson verlor gegen den EHC München mit 0:3 (0:1, 0:2, 0:0) und gerät allmählich in eine kritische Situation. Wenn es im Auswärtsspiel am Sonntag beim ERC Ingolstadt mit einem "Dreier" nicht klappt, droht der Absturz ins Niemandsland der Deutschen Eishockey Liga. "Wenn wir nicht das Tor treffen, können wir auch nicht gewinnen. Wir haben entscheidende Fehler gemacht und schon wieder ein Tor in eigener Überzahl kassiert", sagte Tomlinson. Außerdem war die Ausbeute in Überzahl gleich Null.

Applaus gab es dennoch, aber nicht für die Mannschaft, sondern für den Jüngsten im Düsseldorfer Trikot. Mathias Niederberger erhielt großen Beifall von den Rängen. Der 17-jährige Torhüter hat durch das Fehlen von Stammgoalie Jean-Sebastien Aubin (Todesfall in der Familie) das Vertrauen von Trainer Jeff Tomlinson erhalten und kam gestern zu seinem ersten DEL-Einsatz. Jede Parade des jungen DEG-Torhüters wurde von Sprechchören begleitet. Und Niederberger hatte etliche Aktionen, bei denen er sich auszeichnen konnte. Aber in der achten Minute musste der Sohn von DEG-Verteidigerlegende Andreas Niederberger den Puck zum ersten Mal aus dem Netz holen. Ein Distanzschuss von Münchens David Wrigley prallte vom Innenpfosten ins Tor.

Der Aufsteiger spielte nicht spektakulär, aber effektiv. Das sollte sich in der Folgezeit auch auszahlen, denn die DEG-Stürmer übertrafen sich im Auslassen von Torchancen. Eine Schrecksekunde gab es im ersten Drittel, als Verteidiger Marian Bazany nach einem üblen Check von Münchens Eric Schneider behandelt werden musste. Im Mittelabschnitt konnte der ehemalige Nationalspieler wieder mitwirken, aber effektiver wurde das Spiel der DEG nicht. Die Anfeuerungsrufe von den Rängen wurden immer spärlicher. Und mit dem Toreschießen klappte es bei den Gastgebern auch nicht. Der Aufsteiger zeigte indessen, wie es funktioniert.

Düsseldorf in Überzahl, ein Fehlpass von Tyler Beechey, und es hieß 0:2. Martin Buchwieser ließ Mathias Niederberger beim Konter keine Chance (24.). Und es kam fünf Minuten später noch schlimmer. Der EHC München nutzte eine eigene Überzahl durch Eric Schneider zum dritten Tor. Ein weiteres Düsseldorfer Problem wurde im weiteren Verlauf immer deutlicher. Bei eigener Überzahl treffen Kreutzer und Co das Tor nicht. "Wir sollten Powerplay demnächst ablehnen", hatte Tomlinson vorab noch scherzhaft gesagt, aber Spaß hatte er mit dem Spiel seiner Mannschaft nicht. Vielmehr verhagelten die Spieler dem Trainer das geplante Oktoberfest mit ihrer Nullnummer.

Tor: Niederberger (Renkewitz); Abwehr: Bazany, Dinger - Roach, Hedlund - Nowak, Pokulok; Angriff: Courchaine, Beechey, Kaufmann - Reimer, Collins, Kreutzer - Hinterstocker, Murphy, James - Danner, Hofland, Fenton

Heiko Dahle (Berlin-Charlottenburg)

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0:1 (7:32) Wrigley (Dietrich, Ejdepalm/4-4)
0:2 (23:25) Buchwieser (Schneider/4-5)
0:3 (28:27) Schneider (Ready, Buchwieser/5-4)

DEG: 11 + Matchstrafe Murphy EHC: 18 + 10 Min. Schneider

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