Die DEG besiegt Krefeld 2:1 und hat am Dienstag den ersten "Matchball".

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Das Straßenbahnduell geht in die nächste Runde.

Das Straßenbahnduell geht in die nächste Runde.

Christof Wolff

Das Straßenbahnduell geht in die nächste Runde.

Düsseldorf.  Eine "Traube" von Freude trunkenen Siegern umarmte sich auf dem Eis, und die DEG-Fans feierten ihre Lieblinge im Rather Dome. Mit dem 2:1 (0:0, 2:0, 0:1) über die Krefeld Pinguine, dem ersten Heimsieg in diesem Play-off-Viertelfinale, gingen die Metro Stars in der Serie mit 3:2 in Führung.

Das Team von Trainer Harold Kreis hat nun morgen in Krefeld den ersten "Matchball" zum Erreichen des Halbfinales. Das Spiel bot alle Facetten des Eishockeys: Spannung, Emotionen und Einsatz. Dazu gab es 52 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels eine Szene aus dem Kuriositäten-Kabinett.

Der Puck prallte vom Schlittschuh des Hauptschiedsrichters Willi Schimm ab in Richtung Krefelder Tor. Im Video war zu sehen, dass der Puck entweder durch Scott Langkow oder Daniel Kreutzer eine Richtungsänderung bekam und im Tor landete.

Die Schiedsrichter verwehrten dem Treffer trotz massiver Proteste des DEG-Kapitäns die Anerkennung. Als Grund wurde angeführt, dass ein "Impuls" durch Langkow nicht ausreichend gewesen sei. Kreutzer selbst versicherte, dass er zuletzt am Puck gewesen sei. Torhüter Jamie Storr zeigte eine Spitzenleistung

Und dann war es soweit. Zum ersten Mal in dieser Viertelfinal-Serie ging die DEG in Führung. Adam Courchaine, der Siegtorschütze vom 5:4-Erfolg am Freitag, schloss einen Konter nach Zuspiel von Shane Joseph zum 1:0 (27.) ab. Die DEG-Fans im mit 9561 Zuschauern besetzten Dome waren nun richtig in Play-off-Laune.

Erst recht, als Brandon Reid nach einem Konter auf 2:0 erhöhte (37.). Die Metro Stars boten im Viertelfinale Tempo-Eishockey und Top-Sport. Angefangen bei Jamie Storr im Tor, der mit einer absoluten Spitzenleistung aufwartete. Der 33-Jährige verdiente sich das Prädikat "fehlerfrei" und stach diesmal seinen Gegenüber auf Krefelder Seite, Scott Langkow, aus.

Beim KEV hatte Trainer Igor Pavlov nach zwei Disziplinarstrafen gegen Andreas Driendl und Patrick Hager die Angriffsreihen umgestellt. Ob das den Angriffsdruck der Pinguine schwächte, bleibt dahingestellt. Fakt ist aber, dass Krefeld nicht wie gewohnt zum Zuge kam.

Zumal die Metro Stars endlich individuelle Klasse, Zweikampfstärke und mannschaftliche Geschlossenheit zeigten. Und dann kam noch etwas Glück dazu. Ein Treffer von Krefelds Richard Pavlikovsky (52.) wurde von den Schiedsrichtern wegen Torraumabseits nicht anerkannt. Auch sonst ließ das Gespann Schimm/Reichert Souveränität vermissen und verdiente sich das Prädikat "nicht Play-off-tauglich".

Die Spieldauerstrafe gegen Ryan Caldwell (52.) brachte noch einmal Spannung, denn Herberts Wasiljews (54.) sorgte in der fünfminütigen Überzahl für das Krefelder 1:2.

DEG Metro Stars - Krefeld Pinguine 2:1

DEG, Tor: Storr (J. Reimer);
Abwehr: Harrington, Caldwell - Hedlund, Ratchuk - Bazany, Holzer - Nowak
Angriff: P. Reimer, Collins, Kreutzer - Joseph, Reid, Courchaine - Kaufmann, Ramsay, Tutschek -  Hinterstocker, Carciola, Boon

KEV, Tor: Langkow (Kovacic);
Abwehr: Fahey, Fortin - Milo, Pavlikovsky - Schopper, Akdag - Heid, Riefers
Angriff: Blank, Stephens, Wasiljews - Pietta, Loyns, Verwey - Payer, Driendl, Stephenson - Huebscher, Hager, Endraß
Tore:
1:0 (26:18) Courchaine (Joseph, Reid); 2:0 (36:37) Reid (Caldwell, Courchaine/5-4), 2:1 (53:40) Wasiljews (Fahey, Fortin/5-4)Zuschauer: 9561

Strafminuten: DEG: 17 + Spieldauer Caldwell; KEV: 14 

Schiedsrichter: Martin Reichert/Willi Schimm

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