Weil Mannheim um den DEG-Trainer buhlt, steht Manager Nethery unter Zugzwang – dem aktuellen Düsseldorfer Erfolg zum Trotz.

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Marian Bazany (l.) und Daniel Kreutzer bejubeln den späten 5:2-Sieg.

Marian Bazany (l.) und Daniel Kreutzer bejubeln den späten 5:2-Sieg.

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Marian Bazany (l.) und Daniel Kreutzer bejubeln den späten 5:2-Sieg.

Düsseldorf. DEG steht derzeit für Düsseldorfer Erfolgs Garantie. Mit dem zehnten Sieg aus den vergangenen zwölf Spielen hat es sich die Düsseldorfer EG auf dem zweiten Platz in der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga (DEL) inzwischen so bequem gemacht, wie ein Kater vor dem warmen Kamin. Allerdings stand das 5:2 in der Wiederholungspartie gegen die Panther Ingolstadt auf wackligen Beinen. Erst ein denkwürdiger Schlussspurt brachte am Dienstagabend die drei Punkte, die beim Abbruch der ersten Begegnung am 18. Dezember zwischenzeitlich eigentlich schon verbucht schienen.

"Wir hatten ja schon 40 Minuten absolviert. Demnach hat meine Mannschaft heute eben nur noch im dritten Drittel gespielt", sagte DEG-Trainer Harold Kreis mit angemessenem Humor. Acht Minuten und 28 Sekunden vor dem Ende lag sein Team noch mit 0:1 zurück, doch dann ließen fünf Treffer binnen 468 Sekunden den Rather Dome in seinen Grundfesten erbeben.

Ein Spieler freute sich dabei ganz besonders: Düsseldorfs Angreifer Evan Kaufmann gelang in Unterzahl das entscheidende Tor zum 4:2. "Ich hatte im ersten Spiel einen Penalty verwandelt, der durch den Abbruch völlig wertlos war, also musste ich meinen Job eben heute zu Ende bringen", sagte der 25-Jährige glücksstrahlend.

Ingolstadts Trainer Bob Manno war hingegen restlos bedient. "Wir waren 50 Minuten die klar bessere Mannschaft, und nur der Torwart hat den Gegner im Spiel gehalten", sagte Manno mit grimmigem Gesicht zur erneut überragenden Leistung von Jean-Sebastien Aubin. Ein Satz, der DEG-Kapitän Daniel Kreutzer ein leichtes Grinsen entlockte. "Dafür ist der Torwart schließlich da. Er ist nun mal die wichtigste Position beim Eishockey."

Kreutzer selbst bewies vor den Augen von Bundestrainer Uwe Krupp allerdings auch einmal mehr, dass seine Nichtnominierung für Olympia eine falsche Entscheidung war und erzielte wie schon am Sonntag in Mannheim ein besonders wichtiges Tor.

Nethery sollte sich schnell mit der Trainerfrage befassen

Durch das furiose Finale geriet die Trainer-Frage zunächst zur Nebensache. Vor dem Spiel war bekannt geworden, dass Mannheims Manager Marcus Kuhl für die kommende Saison DEG-Trainer Harold Kreis verpflichten möchte. "Ich weiß gar nicht, was das jetzt soll. Damit stellt er Doug Masons Nachfolger Teal Fowler doch jetzt schon in Frage", sagte DEG-Manager Lance Nethery.

Doch Kuhl setzt mit seiner Aussage auch den Düsseldorfer Manager Nethery unter Zugzwang. Denn der muss nun zügig handeln, sonst droht ihm dasselbe zu widerfahren wie vor zwei Jahren. Auch damals stand die Verlängerung des Trainer-Vertrags nicht ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Don Jackson dauerte das damals zu lange - und so setzte er seinen Namen unter einen Vertrag bei den Eisbären Berlin.

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