3:1 in Straubing nach famoser Leistungssteigerung. Rückstand zum Play-off-Platz auf acht Punkte verkürzt.

BICK
Henry Haase hilft seinem überragenden Torhüter Felix Bick bei der Abwehr von einem der vielen Angriffe der Straubinger.

Henry Haase hilft seinem überragenden Torhüter Felix Bick bei der Abwehr von einem der vielen Angriffe der Straubinger.

Häfner (BH)

Henry Haase hilft seinem überragenden Torhüter Felix Bick bei der Abwehr von einem der vielen Angriffe der Straubinger.

Straubing. Die Düsseldorfer EG hat nach der Blamage vom Freitag ein Lebenszeichen von sich gegeben. Das Team von Trainer Christof Kreutzer gewann am Sonntag bei den Straubing Tigers vor 4376 Zuschauern im Eissatdion am Pulverturm mit 3:1 (0:1/0:0/3:0) und kann den Taschenrechner wieder hervorkramen. Mit dem nach einer immensen Leistungssteigerung ab Mitte des zweiten Drittels verdienten Erfolg beträgt der Rückstand auf einen Platz in den Vor-Play-offs bei 18 noch zu holenden Punkten acht Zähler.

Das 2:7 gegen die Adler Mannheim am vergangenen Freitag - es war für die DEG nicht nur die 13. Niederlage aus den vergangenen 16 Spielen, es war ein Debakel. Völlig hilflos offenbarten die Rot-Gelben einen unfassbaren Klassenunterschied zum Gegner. Dem Tempo nicht gewachsen, wirkte das Spiel wie jenes berühmte Rennen zwischen Hase und Igel. Immer wenn ein Düsseldorfer da ankam, wo der Puck gerade noch gewesen ist, war dieser auch schon wieder woanders.

Beinahe schon böse Ironie, dass die DEG ausgerechnet am Freitag 4200 Mitarbeiter der Caritas in den Rather Dome eingeladen hatte. Das Team um Kapitän Daniel Kreutzer als ein Fall für die Wohlfahrtspflege? Nun, für Trainer Christof Kreutzer zunächst mal ein Fall für den Rot-Stift. Vor der Fahrt nach Niederbayern strich er Adam Courchaine und Alexander Barta aus dem Kader. Eine längst überfällige Entscheidung. Courchaine (zwei Treffer) hat seinen Tor-Instinkt früherer Tage nahezu komplett verloren und Barta (sieben Treffer plus fünf Torvorlagen) erfüllt die in ihn gesetzten Erwartungen bereits seit Saison-Beginn nicht.

Ob der 34-Jährige seinen noch bis 2019 gültigen Vertrag erfüllen darf, sollte daher eine der Fragen sein, die Kreutzer bei seiner Analyse dieser verkorksten Spielzeit zu beantworten hat. Möglich, dass in dieser Hinsicht auch bereits etliche Entscheidungen längst getroffen worden sind. Insgesamt laufen 13 Kontrakte aus, der Wechsel von Felix Bick zu den Schwenninger Wild Wings wurde zumindest vom "Südkurier" schon vermeldet. Auffallend ist jedoch, dass einige Spieler mit mehr Engagement auf dem Eis unterwegs sind als andere.

In Straubing hatte die DEG nach fünf Minuten die Chance, bei einem Überzahlspiel in Führung zu gehen, konnte ihre jüngst abfallende Erfolgsquote in dieser Disziplin jedoch zunächst nicht aufpäppeln. Im Anschluss wurden die Gastgeber aktiver. Der für Niederberger zwischen den Pfosten stehende Bick geriet in den Blickpunkt. Bick rettete gegen Bettauer (11.), Zalewski (14.) und Connolly (15.).