Der US-Amerikaner erzielt in seinem 14. Spiel für die Düsseldorfer erstmals ein Tor. Das 3:2 gegen Iserlohn ist der dritte Sieg im dritten Vergleich mit den Roosters.

Eishockey
Zum dritten Mal im dritten Spiel gegen die Iserlohn Roosters dürfen sich die Spieler der DEG über einen Sieg freuen.

Zum dritten Mal im dritten Spiel gegen die Iserlohn Roosters dürfen sich die Spieler der DEG über einen Sieg freuen.

Birgit Häfner

Zum dritten Mal im dritten Spiel gegen die Iserlohn Roosters dürfen sich die Spieler der DEG über einen Sieg freuen.

Düsseldorf. Ein bisschen Zeit würde er nach seinem Comeback noch benötigen, sagte Niki Mondt vor einigen Wochen. Der Sportliche Leiter der Düsseldorfer EG sprach dabei über Rob Bordson. Als etatmäßiger Nummer-eins-Center gekommen, war der US-Amerikaner lange Zeit zum Zuschauen verdammt. Leistenprobleme hatten den 29-Jährigen zwei Monate lang außer Gefecht gesetzt. Seit drei Wochen ist der Mittelstürmer zurück. Doch gut lief es für ihn nicht. Und auch die vermeintliche Schonfrist nach der langen Verletzungspause war gefühlt längst abgelaufen.

Nach mittlerweile insgesamt 13 Einsätzen standen magere drei Scorerpunkte (null Tore, drei Vorlagen) zu Buche. Gestern endlich durfte Bordson aber über seinen ersten Treffer im rot-gelben Dress jubeln. Beim 3:2 (1:1, 1:1, 1:0) über die Iserlohn Roosters traf der sympathische Profi aus Duluth in Minnesota zum zwischenzeitlichen 2:1 und bereitete das 3:2 vor.

Im Spielplan der DEG nahm der Gegner aus dem Sauerland im bisherigen Verlauf der Saison 2017/18 so etwas wie eine Sonderstellung ein. Gegen kein anderes Team der Deutschen Eishockey Liga sahen die Düsseldorfer in einer von wechselhaften Ergebnissen bestimmten Spielzeit so gut aus wie gegen die Roosters. Im ersten Aufeinandertreffen am Seilersee hatte das Team von Cheftrainer Mike Pellegrims beim 5:1 eine ihrer besten Auswärtsleistungen geboten, das erste Duell im Rather Dome gar mit 6:1 für sich entschieden. Lediglich gegen Lieblingsgegner Bremerhaven waren die Rot-Gelben bisher ebenfalls ungeschlagen geblieben.

Dem 2:2 der Gäste geht ein klares Foulspiel voraus

Angesichts von sechs Niederlagen aus den vergangenen sieben Spielen kam dem dritten Vergleich mit den Roosters aus Sicht der DEG eine besondere Bedeutung zu. Nicht zuletzt, weil der eng getaktete Spielplan dem Tabellenzehnten nun vier Auswärtsspiele in Folge beschert. Um sich aber in der DEL-Tabelle vor dem letzten Viertel der Hauptrunde eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen, war ein Erfolg schon beinahe Pflicht.

Bereits nach acht Sekunden musste Verteidiger Bernhard Ebner nach einem Check gegen Kopf und Nacken an Iserlohns Nationalspieler Marko Friedrich für zwei plus zehn Minuten auf die Strafbank. Und kurz vor Ablauf der Zeitstrafe traf Jack Combs in Überzahl für Führung für die Gäste. Eine Einzelaktion brachte die DEG zurück in die Partie. Alexander Barta schloss sein Solo mit einem Handgelenkschuss ins kurze Eck zum 1:1 ab.

DEG Tor: Dan Bakala (Timo Herden) Abwehr: Bernhard Ebner, Brandon Burlon - Alexandré Picard, Stephan Daschner - Kevin Marshall, Marco Nowak - Johannes Huß Angriff: Maximilian Kammerer, Alexander Barta, Alexej Dmitriev - Manuel Strodel, Darryl Boyce, Spencer Machacek - Jeremy Welsh, Rob Bordson, John Henrion - Lukas Laub, Daniel Weiß, Eduard Lewandowski

Iserlohn Tor: Sebastian Dahm (Mathias Lange) Abwehr: Johan Larsson, Dieter Orendorz - Kevin Schmidt, Alexander Bonsaksen - Christopher Fischer, Sasa Martinovic - Denis Shevyrin Angriff: Justin Florek, Jake Weidner, Marko Friedrich - Blaine Down, Travis Turnbull, Luigi Caporusso - Chris Brown, Jason Jaspers, Jack Combs - Chad Costello, Chad Bassen, Johannes Salmonsson

Elvis Melia (Neuss) und André Schrader (Bochum)

7276

0:1 (01:49) Combs (Costello, Florek/5-4), 1:1 (11:19) Barta (Daschner/5-4); 2:1 (29:38) Bordson (Picard, Machacek), 2:2 (35:17) Caporusso (Shevyrin); 3:2 (42:45) Laub (Bordson, Henrion/5-4)

DEG 6 + 10 (Ebner) - Iserlohn 4

In dieser Sequenz waren die Düsseldorfer mit einem Mann mehr auf dem Eis – das machte sich jedoch kaum bemerkbar, weil das Pellegrims-Team wieder einmal gar nicht richtig in die Powerplay-Formation kam. Barta war das egal. Mit seinem 16. Saisontreffer war die Begegnung auch auf der Anzeigetafel wieder ausgeglichen. Bordsons Premierentreffer zum 2:1 glich Luigi Caporusso aus. Im Moment des Schusses hatte der Ex-Düsseldorfer Travis Turnbull allerdings Kevin Marshall regelwidrig gecheckt. Die schwachen Schiedsrichter übersahen das. Lukas Laub gelang zu Beginn des Schlussdrittels die erneute Führung für die DEG. Und anders als gegen Nürnberg vier Tage zuvor, gelang es Bordson und Co. diesen Vorsprung ins Ziel zu retten.

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