Das 6:3 in Straubing sorgt für Erleichterung. Diesmal wurden die Chancen verwertet. In der Abwehr macht aber Conboy Sorgen.

DEG-Verteidiger Bernhard Ebner (rechts) trifft in der 22. Minute zum 3:1 in Straubing.
DEG-Verteidiger Bernhard Ebner (rechts) trifft in der 22. Minute zum 3:1 in Straubing.

DEG-Verteidiger Bernhard Ebner (rechts) trifft in der 22. Minute zum 3:1 in Straubing.

Birgit Häfner

DEG-Verteidiger Bernhard Ebner (rechts) trifft in der 22. Minute zum 3:1 in Straubing.

Düsseldorf. Aufatmen bei der Düsseldorfer EG. Das Team von Trainer Mike Pellegrims hat einen Fehlstart in die Saison vermieden. Nach dem 2:4 gegen die Augsburger Panther - die am Sonntag auch in Krefeld mit 7:5 gewannen - feierte die DEG bei den Straubing Tigers vor 4230 Zuschauern im Eisstadion am Pulverturm ein 6:3 (1:1/4:0/1:2). "Das war ein Pflichtsieg", sagte Verteidiger Bernhard Ebner angesichts der folgenden schweren Aufgaben gegen Nürnberg, Mannheim und Wolfsburg. Es könnte aber auch ein brustlösender Sieg gewesen sein.

Trotz des 2:4 zum Auftakt gegen die Augsburger Panther war der Tross der DEG mit Zuversicht nach Niederbayern gefahren. "Es gab gegen den AEV ja sehr viele gute Ansätze. Wir bleiben daher ruhig, das wird schon", sagte Kapitän Darryl Boyce und Angreifer Maximilian Kammerer meinte: "Wir haben am Freitag ein gutes Spiel gemacht. Bei fünf gegen fünf waren wir die überlegene Mannschaft. Wenn wir nun noch unsere Chancen besser nutzen, dann werden wir in Straubing die drei Punkte holen."

Doppelschlag sorgt für Beruhigung

Die DEG begann dann gegen das mit einem überraschenden 4:2 beim ERC Ingolstadt in die Saison gestartete Team von Trainer Bill Stewart auch sogleich, nach vorne zu spielen. Boyce bediente von hinter dem Tor stehend Marcel Brandt, der nur knapp verfehlte (3.). Schon zwei Minuten später aber hätte wie schon am Freitag ein erneuter Bock von Tim Conboy beinahe das 0:1 bedeutet, doch Connolly konnte den Leichtsinnsfehler des DEG-Verteidigers nicht nutzen.

Ein anderer Abwehrspieler sorgte dann in der 12. Minute für die erste Düsseldorfer Führung dieser noch jungen Saison. Erneut hatte Boyce ein glänzendes Auge bewiesen, sein Zuspiel verwertete Brandon Burlon per Direktabnahme zum 1:0. Nur 21 Sekunden später aber griff Torhüter Niederberger bei einem harmlosen Schlenzer von Max Renner daneben. Den spärlich mitgereisten DEG-Fans blieb der Jubel quasi im Halse stecken.

An der Defensive muss also weiter gefeilt werden, auch wenn die neue DEG ihre Stärken zweifelsfrei im Angriffsspiel besitzt. In dieses schalten sich auch die Abwehrspieler immer wieder ein und so war es schon etwas kurios, dass mit Alexandre Picard sowie Bernard Ebner nach Burlon zwei weitere Verteidiger das Ergebnis in der 22. Minute binnen 41 Sekunden auf 3:1 stellten. Picard traf dabei mit einem satten Schlagschuss, Ebner schob den Puck nach einem zentimetergenauen Pass von Spencer Machacek über die Linie.

Die DEG spielte sich in einen Rausch. Der aufblühende Barta kombinierte mit Boyce die Tigers schwindelig, plötzlich stand Kammerer frei und erhöhte auf 4:1 (26.). "In dieser Phase haben wir die Dinger nur so rein gehauen", sagte Kammerer. Die Krönung eines famosen Drittels war dann das Solo von John Henrion. Der Zugang aus Karlskrona spitzelte die Scheibe zunächst durch zwei Straubinger hindurch und düpierte danach auch Schlussmann Vogl zum 5:1 in der 36. Minute.

Im Gefühl des sicheren Vorsprungs ließ die Konzentration etwas nach. So konnten Connolly und Mike Zalewski in der 45. Minute innerhalb von nur 28 Sekunden auf 3:5 verkürzen. Die DEG aber fing sich und nach einem clever gefahrenen Konter über Lewandowski und Ebner sorgte Kapitän Boyce höchstselbst für die Entscheidung. "Die Tigers haben schnell zwei Tore gemacht, das kann immer mal passieren. Doch wir hatten schnell eine Antwort parat und mit der war bei Straubing die Luft dann auch raus", sagte Kammerer.

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