Das Kreutzer-Team verliert bei den Eisbären mit 1:2, zeigt aber eine gute Leistung. Am Freitag gelang ein 6:3-Sieg gegen Straubing.

EISHOCKEY
Kurt Davis (M.) und die DEG boten in Berlin eine ansprechende Leistung, blieben aber ohne Punkte.

Kurt Davis (M.) und die DEG boten in Berlin eine ansprechende Leistung, blieben aber ohne Punkte.

City-Press

Kurt Davis (M.) und die DEG boten in Berlin eine ansprechende Leistung, blieben aber ohne Punkte.

Düsseldorf. Fast hätte die Düsseldorfer EG Sonntag für eine Überraschung gesorgt. Das Team von Trainer Christof Kreutzer unterlag bei den Eisbären Berlin am Nachmittag vor 12 260 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof nur denkbar knapp mit 1:2 (0:0/1:2/0:0) und blieb damit auch im fünften Auswärtsspiel dieser Saison ohne Punkte. Allerdings wäre mindestens ein Zähler mehr als verdient gewesen, denn die DEG bot ein Match auf Augenhöhe. Es war ein Auftritt, der Hoffnung macht.

Am Freitag gegen Straubing war der zweite Heimsieg in Folge gelungen

Am Freitagabend hatte die DEG mit einem 6:3 gegen die Straubing Tigers den zweiten Heimsieg in Folge gefeiert und in der Tabelle sehr zur Freude der Fans sogar die unerwartet schlecht aus den Startlöchern gekommenen Kölner Haie überholt. Im Rather Dome hatte die DEG vor 5070 Zuschauern ein furioses erstes Drittel geboten und lag durch Treffer von Martinsen, Conboy sowie Olimb schon nach elf Minuten mit 3:0 in Führung.

Als dann aber im zweiten Abschnitt im Anschluss an einen Faustschlag von Straubings Schlussmann Jason Bacashihua gegen den am Boden liegenden Manuel Strodel eine fünfminütige Überzahl nicht genutzt werden konnte, verlor die DEG den Faden. Plötzlich stand es nur noch 4:3, doch mit harter Arbeit sowie den späten Toren von Preibisch und Turnbull wurde der verdiente Dreier schließlich eingefahren.

Das ließ das Selbstvertrauen natürlich wachsen, auch wenn in der Hauptstadt Sonntag der siebenmalige DEL-Meister wartete. Die DEG war zunächst bemüht, defensiv konzentriert zu arbeiten, um den bekannt stürmischen Auftakt der Hausherren abzuwürgen. Das gelang.

Die von den beiden früheren Düsseldorfern Jeff Tomlinson und seinem „Co“ Marian Bazany betreuten Eisbären waren zwar im ersten Drittel optisch überlegen, konnten sich jedoch kaum einmal druckvoll festsetzen. Lediglich bei Chancen des Finnen Antti Miettinen (14.) und von Sven Ziegler (15.) musste Tyler Beskorowany ernsthaft eingreifen. Der neue Torhüter der DEG besticht durch sein sehr langes Abwarten, was die Stürmer zögern lässt.

Eine Ruhe, die auf seine Vorderleute ausstrahlt. Die agierten sehr diszipliniert und gerieten in der 24. Minute erst zum zweiten Mal in Unterzahl. Das aber ist durch die größeren Angriffsdrittel nun umso gefährlicher und so gingen die Eisbären dann auch sofort in Führung. Nach einem Schuss von Darin Olver konnte Barry Tallackson den Puck zum 1:0 über die Linie stochern.

Als André Rankel sieben Minuten darauf das 2:0 erzielte, schien das Spiel entschieden, doch nur 18 Sekunden später war die DEG wieder im Rennen. Vom Bully weg schoss Turnbull scharf auf das Berliner Gehäuse, Ebner konnte den Puck kontrollieren und überwand den gebürtigen Düsseldorfer Mathias Niederberger im Tor der Eisbären.

Davies und Turnbull verpassen den Ausgleich

Nun nahm das Spiel rasant Fahrt auf. Die DEG drückte mächtig, Michael Davies und besonders der starke Travis Turnbull hatten das 2:2 auf dem Schläger. Im Schlussabschnitt dann ein offener Schlagabtausch. Turnbull (45.), Schiestel (48.) und Olimb (49.) schossen Niederberger die Finger wund, auf der anderen Seite hätten Constantin Braun (46.), Tallackson (47.) und Petr Pohl (51.) auf 3:1 erhöhen können.

Kurz vor Schluss: Die DEG in Überzahl. Doch die Berliner retteten sich über die Ziellinie und so blieb eine starke Vorstellung der DEG unbelohnt.

© WhatsBroadcast

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