Trainer Brittig setzt auf Kondition, Kraft und Willen. Bisher hat ihn noch niemand enttäuscht.

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Trainer Christian Brittig (l.) und der Sportliche Leiter Walter Köberle warten auf den Saisonstart.

Trainer Christian Brittig (l.) und der Sportliche Leiter Walter Köberle warten auf den Saisonstart.

Hajo Lange

Trainer Christian Brittig (l.) und der Sportliche Leiter Walter Köberle warten auf den Saisonstart.

Düsseldorf. Bei der Düsseldorfer EG läuft der Countdown. Am 14. September startet der runderneuerte Klub aus der Deutschen Eishockey Liga mit dem Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters in die Spielzeit 2012/2013. Mit 18 neuen Spielern, dem neuen Chefcoach Christian Brittig und Co-Trainer Christof Kreutzer. Walter Köberle als Sportlicher Leiter hat den Neuaufbau von Beginn an begleitet und zusammen mit dem Trainergespann ein Team aufgestellt, das sich in der DEL Respekt erarbeiten soll. Die WZ beleuchtet vor dem dritten Testspiel am Sonntag gegen die Hannover Scorpions (16.30 Uhr, Ratinger Sandbach) das DEG-Team.

Für die meisten Spieler ist die DEL Neuland

„Ich haben in den ersten beiden Spielen schon gute Ansätze gesehen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatz“, sagt Christian Brittig. „Die Profis aus Nordamerika müssen sich erst an die größere Eisfläche gewöhnen. Die Jungs aus der zweiten Liga haben vorher noch nicht in solch großen Arenen gespielt. Anfangs in Hannover war schon Nervosität da. Aber die hat sich schnell gelegt.“

Wie ist der Stand der Vorbereitung?

Seit dem 1. Juli trainiert die Mannschaft zusammen. Nur Bobby Goepfert, Alex Henry und der später verpflichtete Drew Paris hatten die Erlaubnis, später anzufangen. „Durch den frühen Beginn haben die Spieler konditionell eine sehr gute Basis. Wer zu uns kommen wollte, musste so früh anfangen“, sagt Walter Köberle. Trainer Christian Brittig hätte sich eine längere Vorbereitung gewünscht: „Noch zehn Testspiele mehr wären optimal. Das Team ist fast komplett neu, aber alle passen zusammen. Trotzdem gibt es viel zu tun.“

Welchen Eindruck macht die Mannschaft?

Die Einschätzung von Walter Köberle könnte besser nicht sein: „Ich habe bei der DEG in den vergangenen zehn Jahren noch keine Mannschaft gesehen, die einen solch guten Teamgeist hat. Die Stimmung ist einfach klasse. Die Spieler motivieren sich gegenseitig“, sagt der 63-Jährige. „Wir haben die Mannschaft gemeinsam verpflichtet und auf den Charakter geachtet. Keiner, den wir geholt haben, hat bisher enttäuscht.“

Welches Eishockey wird die DEG spielen?

DEG-Trainer Christian Brittig hat eine klare Vorstellung, die aber auch veränderbar ist. „Das körperbetonte Spiel wird unsere Stärke sein. Wir werden hart, aber nicht unfair spielen. Wir kommen über Kraft, Kondition und den Willen. Wir wollen den gegnerischen Mannschaften wenig Raum lassen und sie dadurch unter Druck setzen. Ich hoffe, dass wir das über acht Monate durchziehen können. Wenn nicht, müssen wir etwas ändern. Die Frage ist, ob die Qualität reicht.“

Erhält Justin Bostrom einen Jahresvertrag?

1900 Saisontickets hat die DEG für die Spielzeit 2012/2013 abgesetzt. Das sind 300 weniger als in der Vorsaison. „Wir hoffen, dass es noch mehr Tickets werden. Der Verkauf läuft noch“, sagt Pressesprecher Frieder Feldmann.

Die DEG lädt am Montag (16.30 bis 17.30 Uhr) in das Forum der Stadtsparkasse (Berliner Str. 33, 3. Stock) zur Autogrammstunde ein. Die gesamte Mannschaft  wird anwesend sein. Die Spieler werden auch für das eine oder andere Foto zur Verfügung stehen. Tickets für DEG-Spiele (auch gegen Köln) werden ebenfalls verkauft.

„Gleich um die Ecke“, in der Eishalle am Ratinger Sandbach bestreitet die DEG am Sonntag (16.30 Uhr) ihr drittes Testspiel gegen die Hannover Scorpions. Das Eisstadion an der Brehmstraße kam nicht infrage. „Die Stadt wollte das nicht. Außerdem wollten wir keine Hoffnungen wecken. Der Rather Dome ist unsere Heimspielstätte“, sagt Walter Köberle.

„Wir werden uns nach dem Testspiel am Sonntag gegen Hannover entscheiden, ob wir die Option ziehen“, sagt Köberle. „Justin hat vorher in Norwegen gespielt. Deshalb konnten wir ihn nicht wie die anderen beobachten. Er hat einen guten Eindruck hinterlassen.“ Bislang hat der 26-jährige Amerikaner nur einen Probevertrag. „Wenn wir ihn nicht verpflichten, hätte ich schon einen Alternative.“

Wer wird DEG-Kapitän?

„Wenn nicht Daniel Kreutzer, wer sonst? Er kommt aus Düsseldorf, ist seit langem bei der DEG und bringt alle Qualitäten mit“, sagt Brittig. „Bei den Co-Kapitänen tendiere ich zu Alex Henry, Tino Boos und für die jüngeren Spieler zu Andreas Martinsen. Die Entscheidung wird noch getroffen.“

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