Düsseldorf ist DEL-Zweiter, aber die Zuschauer bleiben aus.

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DEG-Trainer Harold Kreis kann auf ein starkes Team bauen.

DEG-Trainer Harold Kreis kann auf ein starkes Team bauen.

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DEG-Trainer Harold Kreis kann auf ein starkes Team bauen.

Düsseldorf. Alt-Meister Düsseldorfer EG greift in der Deutschen Eishockey Liga an. 14 Jahre nach der bisher letzten Meisterschaft will sich der Traditionsclub endlich die Krone aufsetzen.

In Düsseldorf wird geträumt. Nicht zuletzt nach dem beeindruckenden 7:1-Sieg bei den Hannover Scorpions, mit dem sich die Mannschaft von Trainer Harold Kreis auf dem zweiten Platz festgesetzt hat. Der Rückstand auf Spitzenreiter Eisbären Berlin ist mit 15 Punkten zwar gewaltig, aber Düsseldorf hat mit acht Siegen aus zuletzt zehn Spielen seine Klasse unterstrichen.

In der vergangenen Saison feierte die DEG die Vizemeisterschaft

"Die Mannschaft profitiert von ihrer Schnelligkeit. Die Spieler haben sich auch diesmal 60 Minuten an den Spielplan gehalten. Es lief optimal", sagt Kreis, der in der vergangenen Saison mit der DEG hinter den Eisbären Berlin Vizemeister wurde. Diesen Spieß will der achtfache Meister jetzt umdrehen. "Unsere Mannschaft ist sehr talentiert. Von den drei Top-Sturmreihen kann jede ein Spiel entscheiden. Deshalb sind wir sehr schwer auszurechnen", sagt Manager Lance Nethery, der bei den Neu-Verpflichtungen einen guten Griff getan hat.

Aber in Düsseldorf herrscht nicht nur eitel Sonnenschein. Die DEG hat - wie andere Clubs in der Liga auch - ein gravierendes Zuschauer-Problem. Zu den bisherigen 15 Heimspielen kamen durchschnittlich 5315 statt der geplanten 6500 Besucher. Das hat ein dickes Loch in den Etat gerissen. Es gibt mehrere Gründe: Die Spiele-Flut in der DEL-Vorrunde, die angespannte wirtschaftliche Lage. Viele Eishockeyfans achten noch mehr auf ihr Geld und besuchen nur ausgesuchte Spiele.

Nach der Saison laufen viele Verträge aus, auch der von Trainer Harold Kreis

Deshalb werden bei der Düsseldorfer EG in der kommendem Spielzeit Einsparungen nötig sein, die auch den Spieleretat betreffen. "Die Zuschauer haben es selber in der Hand, ob ihre Mannschaft in den nächsten Jahren weiter an der Spitze mitmischen kann", sagt Manager Nethery.

DEG-Kapitän Daniel Kreutzer gehört trotz finanzieller Einbußen bis 2013 zu den Top-Verdienern. Um Torhüter Jean-Sebastien Aubin für weitere zwei Jahre zu verpflichten, musste die DEG finanziell draufpacken. 14 Verträge laufen nach dieser Saison aus, darunter die von Top-Leuten wie Brandon Reid, Korbinian Holzer, Craig MacDonald oder Patrick Traverse. Auch der Kontrakt von Trainer Harold Kreis endet 2010.

Wenn die DEG am Freitag die Iserlohn Roosters im Rather Dome (19.30 Uhr) empfängt, wird es immerhin einen Zahltag für den Club geben. Einer von bisher wenigen in dieser Saison.

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