Die Leinwand-Hommage an den US-Amerikaner feierte am Montagabend Premiere. Und der ehemalige Keeper der Düsseldorfer EG kam extra aus New York. Am Mittwoch wird der Streifen von Max Schneider-Bodien erneut im Ufa-Palast gezeigt.

Goepfert Film
David Steinwachs von den „Bobbynisten“, Bobby Goepfert (M.) und Filmemacher Max Schneider-Bodien (r.) vor der Aufführung.

David Steinwachs von den „Bobbynisten“, Bobby Goepfert (M.) und Filmemacher Max Schneider-Bodien (r.) vor der Aufführung.

Häfner (BH)

David Steinwachs von den „Bobbynisten“, Bobby Goepfert (M.) und Filmemacher Max Schneider-Bodien (r.) vor der Aufführung.

Düsseldorf. Kurz bevor die cineastische Hommage „All 41 – more than a goalie“ am Montagabend ihre Premiere im Ufa-Palast am Düsseldorfer Hauptbahnhof erlebte, ergriff Frieder Feldmann noch einmal das Wort. Dem Pressesprecher der Düsseldorfer EG war es gemeinsam mit Kollege Thomas Meinders und der Brauerei Schlösser gelungen, den entscheidenden Protagonisten des Films über den Eishockey-Kulttorhüter aus New York einfliegen zu lassen.

Und als Bobby Goepfert höchstpersönlich in Jeans und Pullover den Saal betritt, erhob sich das Publikum. Max Schneider-Bodien, der in einjähriger Arbeit einen Streifen über 41 Minuten und 41 Sekunden zur Ehre der ehemaligen Nummer 41 produziert hatte, war sichtlich überrascht – und das, obwohl sich Verteidiger Bernhard Ebner bezüglich des Überraschungsbesuches vor einigen Tagen eigentlich bereits verquatscht hatte.

„Am Sonntagabend hat Bobby mir noch geschrieben, dass er leider nicht persönlich dabei sein kann“, berichtete Schneider-Bodien. „Jetzt bleibt mir nur noch ,Danke‘ zu sagen.“ Danksagungen gab es vor dem Hauptereignis des Abends einige. Die DEG, die die beiden Kinoabende (Montag und Mittwoch) organisiert und mit Hilfe von Sponsoren bezahlt, nutzte die Gelegenheit und dankte diesen sowie allen Mitarbeitern und Helfern, die das „Erlebnis DEG“ mitgestalten und durchführen – von den Menschen an den Ticket-Schaltern über die Fan-Ordner bis zu den im Düssi-Kostüm arbeitenden Maskottchen-Darstellern. Durch den Auftritt Goepferts gelang es der DEG dann auch noch rechtzeitig und elegant, die Dankbarkeitsorgie nicht ausschweifen zu lassen.

Goepfert: „Es ist toll, wieder in Düsseldorf zu sein“

Der Film von Max Schneider-Bodien und seinen Mitstreitern lieferte anschließend das, was er im Vorfeld versprochen hatte. „All 41 – more than a goalie“ skizzierte die fünf Jahre von Goepfert bei den Rot-Gelben in chronologischer Abfolge, mit allen Höhen und Tiefen. Von Tanzeinlagen, Abholaktionen am Flughafen und sportlichen Höchstleistungen bis zu seinen schweren Verletzungen und dem emotionalen Abschied vor etwas mehr als einem Jahr. Neben Spielszenen und mit dem Smartphone gefilmten Videos kamen in Walter Köberle, Christof Kreutzer und Niki Mondt auch drei langjährige Wegbegleiter von Goepfert in Interviews zu Wort.

Der in Kings Park (New York) geborene US-Amerikaner, der in DEL und Champions League insgesamt 140 Begegnungen für die DEG absolvierte, saß in der Mitte des Kinosaals und schaute der filmgewordenen Würdigung seiner Leistungen bewegt zu. „Ich wollte unbedingt zur Premiere kommen. Meine Familie und mein Arbeitgeber haben mir grünes Licht gegeben. Es ist toll, wieder in Düsseldorf zu sein und diese Erinnerungen mit so vielen Menschen zu teilen“, sagte Goepfert anschließend, der auch am Mittwoch zu Gast im Kino sein wird.

Für den zweiten Kino-Abend (Mittwoch, 29. März) gibt es noch etwa 60 Tickets zum Preis von 4,10 Euro. Einlass ist um 19.15 Uhr, Beginn im Ufa-Palast ist um 20 Uhr.

Bis zum Sommer möchte der 33-Jährige, der in seiner Heimat aktuell mit jungen Eishockey-Torhütern arbeitet, sich wieder in Form gebracht haben. „Ich möchte gerne in Europa spielen, denn das war die schönste Zeit meiner Karriere“, gab Goepfert einen Einblick in seine Comeback-Pläne nach fast einem Jahr Pause. Ein Engagement in Deutschland ist jedoch ausgeschlossen. „Das wäre zu seltsam, weil es nicht die DEG wäre“, sagte Goepfert. Da war sie wieder, diese Loyalität und Verbundenheit zu einem Club, die im knallharten Geschäft Profisport heutzutage die Ausnahme ist und in den 41 Minuten und 41 Sekunden zuvor immer wieder thematisiert wurde. Einen Typen wie Goepfert könnten sie bei der DEG künftig wieder gut gebrauchen – gerade wenn die Zeit der Identifikationsfiguren Daniel und Christof Kreutzer abgelaufen ist oder bald abgelaufen sein mag.

© WhatsBroadcast

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