Die Mannschaft von Trainer Christian Brittig führt schnell mit 2:0, aber am Ende setzt sich das Zach-Team mit 3:2 durch.

Die DEG-Stürmer Ken Andre Olimb und Justin Bostrom (v.l.) beißen sich an der Mannheimer Abwehr die Zähne aus.
Die DEG-Stürmer Ken Andre Olimb und Justin Bostrom (v.l.) beißen sich an der Mannheimer Abwehr die Zähne aus.

Die DEG-Stürmer Ken Andre Olimb und Justin Bostrom (v.l.) beißen sich an der Mannheimer Abwehr die Zähne aus.

Michael Ruffler

Die DEG-Stürmer Ken Andre Olimb und Justin Bostrom (v.l.) beißen sich an der Mannheimer Abwehr die Zähne aus.

Mannheim. Da war mehr drin. Die Düsseldorfer EG unterlag am  Dienstag bei den Adlern Mannheim mit 2:3 (2:1, 0:1, 0:1), hielt aber bis sieben Minuten vor Schluss ein völlig verdientes Remis. Erst ein Glückstor rettete den Favoriten vor einer peinlichen Blamage.

Dass die Mannheimer mit ihrem hochdotierten Kader den großen Erwartungen bislang hinterher laufen, hat an Silvester Trainer Harold Kreis den Job gekostet. Für den einen Ex-Düsseldorfer kam ein anderer und mit ihm wohl das Comeback der Saison. Der 64-jährige Hans Zach stand am 3. Januar genau 1348 Tage nach seinem Titelgewinn mit den Hannover Scorpions 2010 wieder hinter der Bande und kündigte sogleich eine harte Gangart an. „Wenn ich bei uns einen Spieler ausmache, der Alibi-Eishockey spielt, dann werde ich mich von ihm trennen“, sagte Zach.

Der Hobby-Angler aus Bad Tölz sendete damit sofort ein klares Signal an das kanadische Trio Mike Vernace, Yanick Lehoux und Simon Gamache, über dessen Leistungsverweigerung Kreis und sein Co Mike Schmidt gestolpert waren. „Alpen-Vulkan“ Zach ist also wieder aktiv und traf gleich in seinem dritten Spiel mit der DEG auf jenen Klub, mit dem er von 1991 bis 1993 dreimal in Folge deutscher Meister geworden war.

8026 Besucher wollen das Spiel in der SAP–Arena sehen

Davon kann die DEG aktuell nur träumen, doch zur Verwunderung der 8026 Besucher erwischte der Tabellenletzte einen Traumstart. Schon nach 61 Sekunden musste Jochen Hecht auf die Strafbank, was Zanetti per Schlagschuss zur Führung nutzte. Und nur fünf Minuten später stellte die DEG dann erneut unter Beweis, dass sie das drittbeste Überzahlspiel der Liga besitzt. Diesmal vollendete Martinsen eine schöne Kombination über Bødker und Daxlberger per Schlenzer zum 2:0.

Nun aber kam der MERC gewaltig auf. Arendt gelang der Anschluss (12.), und in der Folge musste DEG-Torhüter Bobby Goepfert gegen Ullmann (16.) und Sifers (19.) mit tollen Paraden die Führung in die Pause retten.

In der 26. Minute war Goepfert dann aber doch geschlagen, als ein Schuss von Mauer sein Ziel fand. Unmittelbar darauf mussten Hagen Kaisler und Ashton Rome auf die Strafbank, doch die DEG konnte diese kritische Situation überstehen, auch weil die Adler ihre Statistik als schlechtestes Powerplay-Team mal wieder untermauerten. Auch in der Folge zeigten die Gastgeber einen ideenlosen und uninspirierten Auftritt, hatten jedoch das Glück auf ihrer Seite. In der 54. Minute fälschte Buchwieser einen harten Schuss von Fischer unhaltbar zum entscheidenden 3:2 ab.

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