Die DEG bezwingt die Scorpions, weil Patrick Reimer Nerven aus Drahtseilen hat.

Patrick Reimer (Zweiter v. l.) feiert mit Kameraden den Treffer zum 3:2.
Patrick Reimer (Zweiter v. l.) feiert mit Kameraden den Treffer zum 3:2.

Patrick Reimer (Zweiter v. l.) feiert mit Kameraden den Treffer zum 3:2.

Christof Wolf

Patrick Reimer (Zweiter v. l.) feiert mit Kameraden den Treffer zum 3:2.

Düsseldorf. Patrick Reimer war überglücklich. Mit zwei Toren im Schlussdrittel sicherte der 26-jährige Stürmer den DEG Metro Stars den 4:2 (2:0, 0:2, 2:0)-Erfolg über die Hannover Scorpions. 1:1 steht es im Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga nach dem zweiten Spiel. Morgen geht es bereits mit dem dritten Durchgang in Hannover weiter.

"Ich bin froh, dass wir ausgeglichen haben", sagte Reimer. "Wir haben das Tempo nach dem Ausgleich noch gesteigert. Das ist unsere Stärke. Es gibt kaum eine Mannschaft in der DEL, die da mithalten kann." Der zweite Pluspunkt war die Disziplin, mit der das Team von Trainer Harold Kreis  am Dienstag im Dome auftrat. Acht Strafminuten verbuchte die DEG, zehn die Scorpions.

Selbst Hannovers Tore Vikingstad wanderte auf die Strafbank. Der ehemalige Publikumsliebling der Metro Stars zog zwar im Angriff die Fäden, blieb aber ohne Torerfolg. In sieben Jahren hatte der jetzt 33-Jährige für die DEG 356 Spiele absolviert. Neben den DEG-Eigengewächsen Tino Boos und Niki Mondt war Vikingstad am Dienstag einer von drei Scorpions-Stammspielern, die auf dem Eis standen.

Dagegen durften die anderen Ex-Düsseldorfer Alex Jung und Klaus Kathan (gesperrt) nur zuschauen. Unter der Regie des ehemaligen DEG-Meistermachers Trainer Zach Hans (drei Titel) war es am Dienstag ein Wiedersehen ohne freundschaftlichen Charakter auf dem Eis. Es stand zuviel auf dem Spiel, das war den Akteuren deutlich anzumerken.

Jamie Storr half bei beiden Gegentreffern mit

Mehr Disziplin als zuletzt, das war für Trainer Harold Kreis der Schlüssel zum Sieg. Keine DEG-Strafzeit im ersten Drittel, dafür selbst ein Tor in Überzahl durch Rob Collins und ein Distanz-Hammer von Andy Hedlund unter die Latte. Unter kräftiger Mithilfe von Jamie Storr gelang den Scorpions innerhalb von drei Minuten der Ausgleich.

Tor: Storr; Abwehr: Ratchuk, Hedlund - Harrington, Caldwell - Bazany, Holzer Angriff: Kreutzer, Collins, P. Reimer - Courchaine, Reid, Joseph - Tutschek, Ramsay, Kaufmann - Hinterstocker, Boon, Carciola

Tor: Pätzold, Abwehr: Brimanis, Köppchen - Sascha Goc, Reiss - Ackeström, Lambert - Janzen, Nikolai Goc Angriff: Dzieduszycki, Herperger, Schneider - Dolak, Vikingstad, Mitchell - Festerling, Boos, Mondt - Sachar Blank.

7501

1:0 (8:13) Collins (Reid, Caldwell/5-4), 2:0 (8:54) Hedlund (Kreutzer, P. Reimer), 2:1 (24:15) Herperger, 2:2 (27:13) S. Goc, 3:2 (46:47) P. Reimer (Collins, Kreutzer), 4:2 (59:41) P. Reimer (5-6)

DEG: 8; KEV: 10

Der 33-jährige Kanadier im DEG-Tor war zunächst nach einem Schuss von Garrett Festerling orientierungslos, Chris Herperger stocherte den Puck durch die Schoner Storrs ins Netz (25.). Der nächste Patzer des DEG-Torhüters folgte wenig später, als er den Puck nach einem Schuss von Sascha Goc unter den Schonern durchrutschen ließ (28.).

Die DEG-Fans standen gerade jetzt bedingungslos hinter ihrer Mannschaft, und die Metro Stars überstanden diese kritische Phase gegen kompakt spielende Scorpions. Nun folgte die große Show des Patrick Reimer (44.). Zunächst traf bei einem Konter nur den Pfosten, drei Minuten später vollendete er ein Solo zum 3:2.

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