Die Düsseldorfer sind in Nürnberg lange Zeit ebenbürtig, verlieren aber mit 3:5.

Mathias Niederberger war trotz der vielen Gegentore einer der besten Düsseldorfer, Marco Nowak hinterher weniger gut gelaunt.
Mathias Niederberger war trotz der vielen Gegentore einer der besten Düsseldorfer, Marco Nowak hinterher weniger gut gelaunt.

Mathias Niederberger war trotz der vielen Gegentore einer der besten Düsseldorfer, Marco Nowak hinterher weniger gut gelaunt.

Birgit Häfner

Mathias Niederberger war trotz der vielen Gegentore einer der besten Düsseldorfer, Marco Nowak hinterher weniger gut gelaunt.

Wenn jemand von Connor McDavid spricht, ist ihm Aufmerksamkeit gewiss. Vor allem, wenn er sagt, dass er dem derzeit vielleicht besten Eishockey-Spieler der Welt etwas beigebracht hat. Dane Fox hat das getan. Sagt er zumindest. In ihrer gemeinsamen Zeit beim kanadischen Junioren-Team Erie Otters hätten sie „voneinander gelernt“.

Danach trennten sich ihre Wege. Der eine legt bei den Edmonton Oilers gerade eine Weltkarriere hin, der andere ging nach Europa, nach Nürnberg in die Deutsche Eishockey Liga. Zum Leidwesen der Düsseldorfer EG. Drei Tore erzielte der 23-Jährige gestern beim 5:3 (0:1, 3:0, 2:2) des neuen Tabellenführers über die DEG.

Bereits nach 42 Minuten segelten wie in seiner Heimat einige Hüte aufs Eis. Zu bejubeln gab es das dritte Tor des Kanadiers zum vorentscheidenden 4:1. Und das dritte aus spitzem Winkel. DEG-Torhüter Mathias Niederberger muss sich vorgekommen sein wie in einer Zeitschleife. Immer wieder hämmerte ihm Fox die Scheibe aus spitzem Winkel um die Ohren.

Das einzige Déjà-vu für die DEG war das hingegen nicht. Denn irgendwie erinnerte das gesamte Spiel an den Saisonstart gegen Augsburg. Auch beim 2:4 waren die Düsseldorfer bei Fünf-gegen-Fünf gleichwertig, doch sobald jemand wegen eines vermeidbaren Vergehens auf die Strafbank musste, klappte nichts mehr.

Nach dem ersten Foul kippte ein Spiel, in dem die DEG bis dahin besser gewesen war und durch Alexej Dmitriev geführt hatte. Die zweite Strafzeit führte zum 1:1, die dritte zum 3:1. Das war besonders bitter, weil beide Strafzeiten überflüssig waren. Zunächst foulte Rob Bordson hinter dem gegnerischen Tor, dann waren zu viele Spieler auf dem Eis. Auch das hatte es bereits gegen Augsburg gegeben. Entsprechend angefressen war Verteidiger Marko Nowak hinterher: „Das zweite Drittel hat uns das Spiel gekostet. Viele Strafen, unnötige Strafen. Wir hätten Punkte mitnehmen müssen.“

Doch dafür reichten selbst die Überzahl-Treffer von Brandon Burlon und Spencer Machacek nicht mehr. Ein weiteres Powerplay verpuffte. So blieb es beim 3:5 und der Erkenntnis, dass Connor McDavid vielleicht wirklich etwas von Dane Fox gelernt hat.

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