Der Cheftrainer der Vikings glaubt trotz fortwährender Personalprobleme an den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga.

Interview
Ceven Klatt sieht optimistisch in die Zukunft der Vikings.

Ceven Klatt sieht optimistisch in die Zukunft der Vikings.

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Ceven Klatt sieht optimistisch in die Zukunft der Vikings.

Mit 17:20 war der HC Rhein Vikings in der 2. Handball-Bundesliga im Spiel beim Dessau-Rosslauer HV am Sonntagabend unterlegen. Ceven Klatt verliert trotzdem nicht seinen Optimismus, was den Klassenerhalt angeht. Wir sprachen mit dem Trainer der Vikings.

Herr Klatt, ist die Personalnot bei den Vikings so groß, dass sich positive Ergebnisse nicht mehr einstellen können?

Ceven Klatt: Aus den erhofften Comebacks wurde in Dessau nichts. Neben den Abwehrstützen Heider Thomas und Miladin Kozlina konnte Christian Hoße auch nur eingeschränkt mitwirken. Dennoch haben wir das in der Abwehr einigermaßen auffangen und konnten durch taktische Umstellungen auf eine 5:1- oder 4:2-Abwehr gut dagegenhalten. Angesichts fehlender Wechselmöglichkeiten mangelte es dann aber teilweise im Angriff an Konzentration. Wir haben viele Torchancen freistehend vergeben und auch unsere Siebenmeter nicht so nutzen können, um das Spiel noch offener zu gestalten.

Und wieder war der Start nicht so optimal . . .

Klatt: Ja, man hatte den Eindruck, als wollte uns der Gegner überrennen. Die Spieler zielten darauf, uns den Schneid abkaufen, wenn man allein sieht, wie sie sich auf unseren Rückraumspieler Ali Oelze gestürzt haben. Aber der eigentliche Knackpunkt war die Phase nach der Pause, als wir unsere Chancen liegenließen und statt auf 13:13 auszugleichen, plötzlich mit 10:15 zurücklagen. Die letzte Viertelstunde konnten wir dann mit dem siebten Feldspieler positiv für uns gestalten. Aber das hat nur geholfen, das Ergebnis angenehmer zu gestalten.

Kommen denn die Verletzten am Samstag gegen Hagen wieder zurück? Da haben die Vikings ja noch etwas gutzumachen.

Klatt: Ja, das stimmt, im Hinspiel haben wir wohl die schlechteste Saisonleistung gezeigt. Es sieht so aus, als würde Heider Thomas nach seiner Grippe wieder zur Verfügung stehen. Auch bei Hoße sieht es besser aus. Nur für Miladin Kozlina stehen die Chancen wohl schlechter nach seinen Muskelproblemen.

Hat man im Umfeld der Vikings vielleicht zu viel vom Comeback der Rückraumspieler Daniel Pankofer und Ali Oelze erwartet?

Klatt: Ich habe mich sehr gefreut, dass beide so stark gegen Essen aufgetrumpft haben. Aber es ist auch normal, dass sie nach einer so langen Verletzungspause Leistungsschwankungen unterworfen sind. Die Mitspieler müssen auf jeden Fall helfen, damit auch die beiden mal durchschnaufen können.

Waren sich die Vikings zu sicher, dass der Klassenerhalt bereits durch sei?

Klatt: Ich bin mir sehr sicher, dass die Mannschaft das packt und ihr Ziel erreicht. Es stimmt zwar, dass es nur noch vier Punkte zum ersten Abstiegsplatz sind, aber der größte Abstand, den wir auf diese Zone hatten, waren auch nur sechs Punkte. Die Liga ist sehr eng, schaut man nach oben, ist es zu Platz elf auch nur ein Zähler Abstand. Trotzdem wäre es jetzt gut, wenn wir punkten.

Jetzt kommen die Spiele gegen die direkte Konkurrenz, die Begegnung in Hamm einmal ausgenommen. Machen Sie sich Sorgen?

Klatt. Nein, das tue ich nicht. Das Spiel gegen Essen war ein Muss-Sieg. Den haben wir eingefahren. Nach dem Spiel gegen Hamm beginnen die Wochen der Wahrheit, da treffen wir auf Hildesheim, Eisenach, Aue und Saarlouis.

Wie sehr ist die Mannschaft auf die Rückendeckung durch die Fans angewiesen?

Klatt: Die große Kulisse gegen Essen hat mich beeindruckt. Und sie hat uns geholfen. Den Minusrekord im nächsten Heimspiel gegen Dresden habe ich hingegen nicht nachvollziehen können. Wir brauchen jedenfalls jeden Zuspruch, den wir kriegen können.

© WhatsBroadcast

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