Erst Karlsson macht das 3:2 perfekt.

Tischtennis
Kristian Karlsson holt den entscheidenden Punkt. Archiv

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Kristian Karlsson holt den entscheidenden Punkt. Archiv

Auch ohne Timo Boll hat Borussia Düsseldorf den Vier-Punkte-Vorsprung in der Tischtennis-Bundesliga wahren können. Am elften Spieltag setzte sich der wieder einmal frischgebackene Pokalsieger in Abwesenheit des Weltranglistendritten mit 3:2 gegen die Tischtennisfreunde aus Ochsenhausen durch und feierte den zehnten Ligaerfolg.

Nach den souveränen Auftritten beim „Final Four“ in Ulm stellte der Rekordmeister gestern mal wieder unter Beweis, wie gut es um Kampf- und Teamgeist bestellt ist und wandelte einen 1:2-Rückstand nach dem dritten Einzel vor 1100 Zuschauern in ein 3:2.

„Wer heute dabei war, der wird wieder kommen. Es war ein absolutes Highlight Anfang des Jahres. Hochklassiges Tischtennis mit spannenden Spielen, knappe Sätze – die Moral stimmt einfach“, sagte Manager Andreas Preuß. Nach der Auftaktniederlage von Anton Källberg gegen Hugo Calderano und dem Sieg von Kristian Karlsson gegen Joao Geraldo musste sich Stefan Fegerl im Duell mit Jakub Dyjas mit 1:3 geschlagen geben. „Stefan hat seine Sache auch gut gemacht, aber leider nicht gewonnen. Im vierten Spiel hat sich Anton dann ganz anders präsentiert“, sagte Trainer Danny Heister. Mit dem Rücken zur Wand rehabilitierte sich Källberg für seine zuvor erlittene 0:3-Niederlage in gleicher Höhe und stellte auf 2:2.

Karlsson trotzt Rückstand und Hüftproblemen

Die Entscheidung musste also im fünften Einzel fallen. Und in diesem drehte Karlsson gegen Calderano einen 0:2-Satzrückstand um. Trotz Schmerzen in der Hüfte warf der Schwede noch einmal alles in die Waagschale, wehrte beim Stand von 10:11 im dritten Durchgang zudem einen Matchball ab und brachte das ausverkaufte Tischtennis-Zentrum wenig später zum Beben.

„Es war ein großer Kampf von Kristian, im letzten Spiel noch mal so zurück zu kommen. Auch die anderen beiden haben nicht enttäuscht und alles gegeben. Anton hat einen wichtigen Punkt beigesteuert und Stefan knapp verloren. Ihm fehlt noch Wettkampfpraxis. Wir sind auf einem guten Weg, und ich glaube, dass es noch ein großes Tischtennis-Jahr wird“, sagte Preuß. „Genau das sind die Spiele, wofür wir leben und welche wir lieben. Wir liegen 1:2 hinten und kommen so zurück und gewinnen noch. Jeder im Team hat gut gespielt, auch Stefan“, sagte der Matchwinner.

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