Seiya Kishikawa sorgt beim 3:2-Sieg in der Champions League gegen Bogoria Grodzisk aus Polen für die Entscheidung.

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Behielt die Nerven: Borussias Seiya Kishikawa.

Behielt die Nerven: Borussias Seiya Kishikawa.

Lange

Behielt die Nerven: Borussias Seiya Kishikawa.

Düsseldorf. Gastgeschenke zum Hallen-Abschied hatte Bogoria Grodzisk Mazowiecki nicht zu vergeben. Beim vorerst letzten Heimspiel im Tischtenniszentrum hatte die Düsseldorfer Borussia reichlich Mühe, ehe der 3:2-Erfolg über den polnischen Champions-League-Konkurrenten perfekt war.

Es waren die Underdogs, die den Borussia-Stars das Leben schwer machten, denn die Gäste waren ohne ihre Topspieler Cheung Yuk und Ko Lai Chak aus Hongkong angereist.

Schon Daniel Gorak bewies im Auftaktspiel gegen Timo Boll Kämpferherz und drehte im ersten Durchgang ein 5:10 noch in einen Satzball. Vergeblich, denn der zu mehr Konzentration gezwungene Boll gewann trotzdem glatt mit 3:0.

Mehr Erfolg hatten Goraks Mannschaftskollegen. Wang Zeng Yi ließ Seiya Kishikawa keine Chance und siegte ebenfalls glatt - der Ausgleich für den sieglosen Letzten aus der Gruppe A. Und als Christian Süß seine Partie auch noch unerwartet verlor, war die Überraschung greifbar. "Das war schon sehr ärgerlich", sagte Borussias Nummer zwei. "Es ist einfach schwierig, sich bei den vielen Spielen, die wir absolvieren müssen, immer wieder zu motivieren und das Beste aus sich herauszuholen."

Der erst 17-jährige Robert Floras spielte frech auf und ließ nicht erkennen, dass die beiden Kontrahenten 447 Weltranglistenplätze voneinander trennen. Bolls anschließender Ausgleichspunkt führte zum Entscheidungsduell.

Und das sorgte für Begeisterung bei den 1150Zuschauern. Fünf lange Sätze und einen abgewehrten Matchball dauerte es, ehe das geduldige Defensivspiel Kishikawas die 3:2-Entscheidung gegen Daniel Gorak brachte. "Ich bin froh, dass Kishi das Spiel noch umgebogen hat", sagte Süß.

Großen Respekt verdiente sich der Außenseiter aus der Warschauer Vorstadt trotzdem, denn so große Spannung hatten knapp drei Stunden Tischtennis am Staufenplatz lange nicht mehr gebracht. Da Hennebont zeitgleich Cajagranada mit 3:0 abfertigte, steht Borussia sicher im Viertelfinale der Champions League.

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