Valentin Baus und Stephanie Grebe gewinnen Medaillen bei den Paralympics.

TISCHTENNIS
Stephanie Grebe musste sich erst im Finale der Kroatin Sandra Paovic geschlagen geben, freute sich aber sehr über ihre Silbermedaille.

Stephanie Grebe musste sich erst im Finale der Kroatin Sandra Paovic geschlagen geben, freute sich aber sehr über ihre Silbermedaille.

dpa

Stephanie Grebe musste sich erst im Finale der Kroatin Sandra Paovic geschlagen geben, freute sich aber sehr über ihre Silbermedaille.

Rio/Düsseldorf. Nach Thomas Schmidberger haben mit Valentin Baus und Stephanie Grebe zwei weitere Spieler von Borussia Düsseldorf bei den Paralympics 2016 eine Medaille gewonnen. Baus und Grebe unterlagen jeweils im Finale den Führenden der Weltrangliste, Cao Ningning (China) und Sandra Paovic (Kroatien). Damit durften sich die Borussia-Akteure in Rio bereits drei Mal über eine Silbermedaille freuen.

„Ich war richtig heiß aufs Finale und wollte natürlich unbedingt gewinnen, aber ich bin auch total zufrieden mit Silber“, freute sich Baus. „Das Turnier ist einfach super gelaufen und auch gegen Cao habe ich eigentlich gut gespielt. Ich habe vielleicht ein, zwei kleine Fehler zu viel gemacht, aber ich habe wirklich mein bestes Tischtennis hier gezeigt.“ Für Baus sind es die ersten Paralympischen Spiele seiner Karriere. Gänzlich unbeeindruckt davon stürmte der Neu-Borusse in das Finale der Wettkampfklasse fünf (Glasknochen) und zeigte dabei eindrucksvoll, dass der Gewinn des Weltmeistertitels 2014 keine Eintagsfliege war. Trotz seines jungen Alters von 20 Jahren spielte Baus auf durchweg hohem Niveau und war auch gegen den acht Jahre älteren Cao Ningning nicht chancenlos, wenngleich das Ergebnis mit 0:3 deutlich ausfiel.

Im Teamwettbewerb peilen die Düsseldorfer erneut Edelmetall an

Silber gab es auch für Stephanie Grebe. Die Borussin verlor ihr Endspiel gegen Sandra Paovic ebenfalls in drei Sätzen, hatte gegen die 2008 noch an den Olympischen Spielen teilnehmende kroatische Weltranglistenerste jedoch keine Chance. Für Grebe ist der Gewinn der Silbermedaille dennoch der größte Erfolg ihrer Karriere. Bei den Paralympics 2012 in London hatte sie noch den undankbaren vierten Platz belegt, nun wird sie mit paralympischem Edelmetall dekoriert. Ein Erfolg wäre einer faustdicken Überraschung gleichgekommen gegen die ehemalige Profi-Spielerin, die erst durch einen schweren Unfall 2009 in den Behindertensport kam und seit inzwischen drei Jahren ihre Wettkampfklasse (WK 6, mehrfache Behinderungen) dominiert.

Ab Donnerstag haben Thomas Schmidberger zusammen mit Thomas Brüchle (WK 3), Valentin Baus mit Jan Gürtler (WK 4-5), Stephanie Grebe mit Juliane Wolf (WK 6-10) und Jochen Wollmert mit Thomas Rau (WK 6-8) die Chance auf weitere Medaillen im Teamwettbewerb. Red

© WhatsBroadcast

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer