Die beiden Erfolge des griechischen Nationalspielers und ein starker Auftritt von Timo Boll reichen, um im Spitzenspiel mit Erzrivale Grenzau zu triumphieren. Auch Andrej Gacina ist diesmal chancenlos.

Borusse Panagiotis Gionis war mit zwei Siegen im Spiel gegen den TTC Grenzau der Matchwinneer.
Borusse Panagiotis Gionis war mit zwei Siegen im Spiel gegen den TTC Grenzau der Matchwinneer.

Borusse Panagiotis Gionis war mit zwei Siegen im Spiel gegen den TTC Grenzau der Matchwinneer.

Archivfoto Moritz Müller

Borusse Panagiotis Gionis war mit zwei Siegen im Spiel gegen den TTC Grenzau der Matchwinneer.

Düsseldorf. Deutlicher kann man die Vormachtstellung im deutschen Tischtennis wohl nicht untermauern. Ohne den nach langer Verletzung im Aufbautraining befindlichen Nationalspieler Patrick Franziska und auch ohne den Inder Kamal Sharath Achanta traten die Profis der Borussia am Sonntag Nachmittag zum Bundesliga-Spitzenspiel gegen den ärgsten Verfolger TTC Zugbrücke Grenzau an.

Doch auch das um den diesmal spielenden Trainer Danny Heister ergänzte Rumpf-Trio der Borussia war stark genug, den Angriff des in Bestbesetzung angereisten Herausforderers abzuwehren.

Trotz einer leichten Gruippe stellt sich Timo Boll zur Verfügung

Die 1100 Zuschauer im restlos ausverkauften „Center Court“ kamen schon im ersten Einzel voll auf ihre Kosten. Da lieferten sich Borussias Panagiotis Gionis und der junge Japaner Masaki Yoshida ein Spiel auf Augenhöhe mit vielen spektakulären Ballwechseln. Am Ende gab auch die Routine des Abwehrspielers Gionis den Ausschlag gegen einen unbekümmert aufspielenden Yoshida.

Im Anschluss daran stellte Timo Boll im Spitzeneinzel gegen den Kroaten Andrej Gacina unter Beweis, dass es sehr wohl noch einen Unterschied zwischen dem Akteur mit der besten Einzelbilanz und dem Spieler mit der zweitbesten Einzelbilanz im Tischtennis-Oberhaus gibt. Zwar gelang Gacina im gewonnenen vierten Satz gegen den von einer Grippe geschwächten Weltranglisten-Neunten das Kunststück, acht Punkte in Serie zu machen. Doch das größere Repertoire an Schlägen und bei einigen engen Ballwechseln auch das Quentchen Glück sprachen in der Endabrechnung dann doch für Boll.

(Spieler-)Trainer Heister verliert zwar, genießt aber den Nachmittag

Mit einer 2:0-Führung im Rücken ging Danny Heister gegen den 21 Jahre jüngeren Dänen Jonathan Groth an die Platte. In allen drei knapp verloren gegangenen Sätzen zeigte Heister, dass er im Alter von 43 Jahren nicht viel von seinem Können eingebüßt hat. „Es hat Spaß gemacht, ich habe heute wirklich jedes Spiel genossen“, meinte der Triner.

Ein Genuss war vor allem der abschließende 3:1-Sieg von Panagiotis Gionis über Andrej Gacina. „Das war ein spektakuläres Spiel. Panagiotis ist heute mit zwei Siegen in die Bresche gesprungen, und auch Timo hat sich trotz einer Grippe richtig reingehängt. Das zeichnet uns in dieser Saison aus“, lobte Borussias Spielertrainer Danny Heister.

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