Nach dem ersten Einzel des Rückspiels steht Orenburg als Europokalsieger fest.

TISCHTENNIS
Stefan Fegerl holte einen von zwei Punkten im Rückspiel. Am Ende war das aber zu wenig für die Borussia. Archiv

Stefan Fegerl holte einen von zwei Punkten im Rückspiel. Am Ende war das aber zu wenig für die Borussia. Archiv

Horstmüller

Stefan Fegerl holte einen von zwei Punkten im Rückspiel. Am Ende war das aber zu wenig für die Borussia. Archiv

Düsseldorf. Das größte Tischtennis-Wunder seit dem WM-Gold von Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner im Jahr 1989 blieb erwartungsgemäß aus. Die 0:3-Hypothek aus dem Final-Hinspiel der Champions League war zu groß. Im Rückspiel beim Fakel Orenburg in Russland unterlag Borussia Düsseldorf mit 2:3 und konnte der Mannschaft um Deutschlands Spitzenspieler Dimitrij Ovtcharov bereits nach dem ersten Einzel des Nachmittags nur noch gratulieren.

In diesem unterlag Kristian Karlsson mit 1:3-Sätzen gegen Ovtcharov. Nach der anschließenden Dreisatzniederlage von Timo Boll gegen Jun Mizutani, der auch sein 15. Einzel in dieser Saison in der Königsklasse gewann, sah es für die Borussia nach dem zweiten 0:3 binnen einer Woche gegen den Favoriten aus.

Doch Anton Källberg erkämpfte nach fünf Durchgängen gegen Vladimir Samsonov den ersten Punkt im zweiten Finale für die Düsseldorfer. „Anton hat besonders stark gespielt“, gab es ein Extralob von Trainer Danny Heister. „Das erste Aufeinandertreffen mit Samsonov zu gewinnen, ist mehr als respektabel. Beeindruckend, wie die Jungs sich heute ins Zeug gelegt haben, selbst als schon feststand, dass wir den Titel nicht mehr holen können.“

Stefan Fegerl glich durch ein 3:2 gegen Ersatzmann Alexej Smirnov sogar zum 2:2 aus. Japans Superstar Jun Mizutani stellte dann aber noch einmal unter Beweis, warum er bei der Weltmeisterschaft in Düsseldorf trotz chinesischer Dominanz zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter gehört. Die Nummer sechs der Weltrangliste gewann auch sein zweites Einzel an diesem Tag in drei Sätzen, diesmal gegen Kristian Karlsson, und verhinderte, dass die Düsseldorfer zumindest einen Gesamtsieg verbuchen konnten.

Für Andreas Preuß hat der Favorit den Titel verdient gewonnen

„Wir haben alles gegeben und Orenburg das Leben so schwer wie möglich gemacht“, sagte Manager Andreas Preuß. „Am Ende müssen wir aber festhalten, dass Orenburg in beiden Spielen und damit auch die Champions League verdient gewonnen hat. Ich bin trotzdem sehr stolz auf die Mannschaft und den zweiten Platz.“.

Ovtcharov – Karlsson 3:1 (11:9, 9:11, 11:8, 12:10); Mizutani – Boll 3:0 (11:7, 11:5, 11:8); Samsonov – Källberg 2:3 (11:6, 8:11, 11:2, 4:11, 12:14); Smirnov – Fegerl 2:3 (10:12, 11:5, 8:11, 11:7, 9:11); Mizutani - Karlsson 3:0 (11:7, 11:9, 11:5)

Der Borussia bleibt aber immer noch die Chance auf das „Double“ aus nationalem Pokalsieg und Meisterschaft. Im Finale der Bundesliga geht es nach der WM am 10. Juni in Frankfurt am Main gegen den TTC Fulda-Maberzell. „Drei Finals und am Ende hoffentlich zwei Titel, damit könnten wir sehr gut leben“, sagt Andreas Preuß.

© WhatsBroadcast

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