Ohne Boll verliert der deutsche Meister im Pokal-Viertelfinale gegen Saarbrücken.

Tischtennis
Danny Heister, Christian Süß, Timo Boll, János Jakab und Patrick Baum (von links) lassen sich in Bamberg für den Meistertitel feiern.

Danny Heister, Christian Süß, Timo Boll, János Jakab und Patrick Baum (von links) lassen sich in Bamberg für den Meistertitel feiern.

Sein Sieg reicht nicht: Patrick Baum von Borussia Düsseldorf.

Eibner, Bild 1 von 2

Danny Heister, Christian Süß, Timo Boll, János Jakab und Patrick Baum (von links) lassen sich in Bamberg für den Meistertitel feiern.

Düsseldorf. Der erste Titel ist endgültig verloren für die Borussia: Der Titelverteidiger schied im Viertelfinale um den deutschen Tischtennis-Pokal aus, scheiterte fast schon erwartungsgemäß am favorisierten 1. FC Saarbrücken mit 1:3.

„Das war jetzt auch keine Überraschung mehr“, sagte Borussia-Manager Andreas Preuß. Der Arzt hatte dem zuletzt einige Wochen erkrankten Spitzenspieler Timo Boll empfohlen, an diesem Wochenende noch keinen Wettkampf zu riskieren. „Die Sorge war zu groß, dass etwas passiert und er länger pausieren muss.“

Weil auch Bolls Mannschaftskollegen zuletzt angeschlagen waren, war das Trio des Titelverteidigers vor 3000 Zuschauern am Ende chancenlos gegen den bisher ungeschlagenen Bundesliga-Spitzenreiter. Zwar hatte Janos Jakab (Schulterprobleme) bei 2:2 Sätzen noch Chancen auf den Sieg im Auftakteinzel gegen Bojan Tokic – und anschließend hätte der Sieg von Patrick Baum gegen Joao Monteiro eine 2:0-Führung bedeutet. „Dann wäre es vielleicht anders gelaufen“, so Preuß. Doch der Erfolg von Baum, der nach seiner Oberschenkelverletzung erst seit ein paar Tagen wieder im Training ist, war am Ende nur ein Ehrenpunkt, da er in seinem zweiten Einzel gegen Tokic unterlag. Christian Süß (Nachwirkungen der Knieoperation) hatte gegen Ex-Borusse Bastian Steger das Nachsehen.

Sonntag steht schon wieder das Spiel gegen Plüderhausen an

Während es für die siegreichen Saarbrücker beim „Final 8“ in der Stuttgarter Arena am Samstag weiter geht mit Halbfinale und möglicherweise dem Einzug ins Endspiel, sind die Düsseldorfer nur noch Zuschauer. Zumindest bleiben sie bis Sonntag in Stuttgart, ehe das Gastspiel in der Tischtennis-Bundesliga beim nur 30 Kilometer entfernten SV Plüderhausen (16.30 Uhr) stattfindet. Dem Abschneiden in der Bundesliga kommt nach dem Pokal- und Champions-League-Aus eine umso größere Bedeutung zu.

Spiele Tokic - Jakab 3:2 (11:13, 11:9, 12:10, 7:11, 11:9); Monteiro - Baum 2:3 (7:11, 8:11, 11:8, 11:9, 7:11); Steger - Süß 3:1 (11:7, 12:10, 7:11, 11:8); Tokic - Baum 3:0 (11:6, 11:9, 11:8). ZR 3000

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