Dem 3:2 gegen Roskilde in der Champions League folgt ein 3:2-Auswärtssieg in der Bundesliga bei Werder Bremen.

TISCHTENNIS
Borusse Stefan Fegerl behält im entscheidenden Spiel die Nerven. Archiv

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Horstmüller

Borusse Stefan Fegerl behält im entscheidenden Spiel die Nerven. Archiv

Wenn Timo Boll kurzfristig ausfällt, dann wissen die übrigen Tischtennis-Profis von Borussia Düsseldorf, dass sie noch eine Schippe drauflegen müssen. So wie am dritten Spieltag in der Champions League. Der Spitzenspieler des deutschen Rekordmeisters fehlte erkrankt, am Ende aber hatten seine Teamkollegen mit dem 3:2 über den dänischen Club Roskilde BTK den so wichtigen zweiten Erfolg in der Gruppenphase unter Dach und Fach gebracht. Matchwinner in Abwesenheit des seit Monaten überragend aufgelegten Boll war Anton Källberg.

Die Entscheidung fiel erst im fünften Satz des fünften Spiels eines langen Tischtennis-Abends, als der 20 Jahre alte Schwede vor 750 Zuschauern im Tischtenniszentrum seinen Matchball gegen den ehemaligen Düsseldorfer Michael Maze verwandelte. „Das war eine tolle Leistung von Anton“, sagte Trainer Danny Heister. „Er hat in der Schlussphase sehr gut gespielt und die Zuschauer haben ihn regelrecht zum Sieg gepeitscht. Die Stimmung hier war großartig.“

Källberg hatte zuvor bereits gegen den Chinesen Zhai Yujia mit 3:0-Sätzen gewonnen und seine Mannschaft nach dem Auftaktsieg von Kristian Karlsson über Maze komfortabel mit 2:0 in Führung gebracht. Doch dann verloren Stefan Fegerl und auch Karlsson die folgenden Matches, so dass Källberg im Generationenduell gegen Maze für die Entscheidung sorgen musste. „Der Mannschaftsieg überstrahlt meine persönliche Enttäuschung. Das macht es etwas einfacher. Ich habe in letzter Zeit viele Spiele knapp verloren. Aber ich muss nach vorn schauen, es kommen auch wieder bessere Zeiten“, sagte Fegerl, der dem Niederländer Laurens Tromers unterlag.

Durch den eigenen Sieg und der Niederlage von Hennebont (FRA) gegen Dzialdowo aus Polen ist die Borussia auf den zweiten Tabellenplatz vorgerutscht und hat wie Tabellenführer Hennebont nun fünf Punkte. Der angepeilte Gruppensieg ist damit wieder absolut in Reichweite.

Stefan Fegerl holt bei Werder Bremen den entscheidenden Punkt

Zwei Tage nach dem Europapokal-Krimi blieb es auch im Bundesliga-Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen bis zum Ende eine offene Partie. Die ersten drei Einzel des Tages gingen allesamt über fünf Sätze. Anton Källberg sorgte mit seinen Erfolgen über Omar Assar und Bastian Steger zwei Mal für den Ausgleich und knüpfte damit an seine hervorragende Leistung aus dem Champions-League-Spiel an.

Ausgerechnet Stefan Fegerl, der seit Wochen in einem Formtief steckte, war es, der den 3:2-Sieg der Borussia im abschließenden Einzel perfekt machte. Der Österreicher ließ sich auch vom Verlust des ersten Satzes gegen Assar nicht aus der Bahn werfen und gewann nach vier umkämpften Durchgängen. „Anton hat heute sehr gut gespielt“, sagte Heister. „Aber mich freut es auch für Stefan Fegerl, der zuletzt ein wenig Pech hatte. Der Sieg im letzten Spiel heute wird ihm wieder Selbstvertrauen geben.“ Mit fünf Siegen aus fünf Spielen führt die Borussia damit souverän die Tabelle an.

© WhatsBroadcast

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