Düsseldorfs Eishockey-Team bleibt in der Erfolgsspur. Gegen Straubing heißt es 3:2.

Düsseldorfs Eishockey-Team bleibt in der Erfolgsspur. Gegen Straubing heißt es 3:2.
Tumult auf dem Eis: Die Scheibe befindet sich dabei nicht im Mittelpunkt des Interesses.

Tumult auf dem Eis: Die Scheibe befindet sich dabei nicht im Mittelpunkt des Interesses.

Häfner

Tumult auf dem Eis: Die Scheibe befindet sich dabei nicht im Mittelpunkt des Interesses.

Tobias Abstreiter ist gewöhnlich keiner, der zu öffentlichen Gefühlsregungen neigt. Doch als Alexander Barta am späten Mittwochabend die Strafbank des Rather Domes verließ, einen langen Pass von Spencer Machacek mitnahm und die Scheibe gekonnt in den Winkel schlenzte, klatschte selbst der Co-Trainer der Düsseldorfer EG wie ein Fan und strahlte bis über beide Ohren. Es war der Treffer zum 2:0 gegen die Straubing Tigers. Am Ende hieß es 3:2 (0:0, 2:0, 1:2) für die DEG, der damit ein Novum in dieser bislang so schwierigen Saison gelang: Zum ersten Mal gewann sie drei Spiele in Folge und festigte den zehnten Platz nach 23 Spieltagen der Deutschen Eishockey Liga.

Das lag einmal mehr an Dan Bakala, der zum dritten Mal in Folge das Tor der Düsseldorfer hütete und zum dritten Mal in Folge weniger als drei Gegentore kassierte. Das lag aber umso mehr an Alexander Barta, dem überragenden Stürmer der bisherigen Saison. Zwei Treffer erzielte der 34-Jährige und schraubte sein persönliches Torekonto auf elf hoch. Mit seinen sieben Vorlagen kommt Barta bereits auf 18 Scorerpunkte. In der kompletten Vorsaison waren es nur zwölf (7/5).

Barta schießt die DEG zum dritten Sieg in Folge

Fast noch wichtiger sind zuletzt aber die Zeitpunkte von Bartas lichten Momenten. Wie bereits beim 2:0 gegen Nürnberg Ende Oktober oder beim 6:1 am Freitag gegen Iserlohn - dem ersten Sieg der aktuellen Erfolgsserie – erzielte der Mittelstürmer auch gegen Straubing das wichtige 1:0. Bis dahin war das Spiel gegen das Schlusslicht, das nicht wie ein Schlusslicht auftrat, eher dahingeplätschert. Erst mit der ersten Überzahl der Düsseldorfer gegen Ende des Anfangsdrittels wurde es munterer.

Seit 18 Spielen gilt: Punktet Barta, punktet die DEG

„Wir mussten Geduld haben“, sagte Trainer Mike Pellegrims, dessen Team zwar auch vorher dominant war, allerdings keine Großchancen hatte. Und natürlich war es wieder mal Alexander Barta, der voranging und für ernste Gefahr sorgte. Dass er es sein würde, der im Mittelabschnitt die ersten beiden Tore erzielte, überraschte niemanden.

Eben wenig überraschend war, dass die DEG am Ende punktete. Denn seit dem fünften Spieltag gilt eine bemerkenswerte Regel: Sobald Alexander Barta mindestens einen Scorerpunkt sammelt, holt auch die DEG mindestens einen Punkt. 18 Mal in Folge war das zuletzt der Fall. Neun Mal scorte Barta, was für acht Siege und ein Unentschieden nach 60 Minuten reichte, neun Mal ging der Mittelstürmer leer aus, alle neun Spiele gingen verloren. „Zufall“ sei das, sagte er lachend.

Kurze Zeit vorher war Barta allerdings weniger gut gelaunt, weil einige der lediglich 4632 Zuschauer sein Team ausgepfiffen hatten. Das hatte nach dem 3:0 durch Jeremy Welsh (42.) noch zwei Tore kassiert und war drauf und dran, die Führung komplett zu verspielen. Ein Gegentreffer fiel gar während eines eigenen Powerplays. Und weil bei der nächsten Überzahl kurz vor Schluss erneut nichts gelingen wollte und die DEG auf Zeit spielte, gab es plötzlich Unmut auf den Tribünen.

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