Turnierdirektor von Arnim und Chairman Klosterkemper im WZ-Gespräch.

Düsseldorf. Am Samstag endete die 32. Auflage des Tennis World Team Cups auf der Anlage des Rochusclubs am Rolanderweg mit dem Sieg von Serbien, das gleich bei seiner ersten Teilnahme den Pokal gewinnen konnte. Wir sprachen mit Turnierdirektor Dietloff von Arnim und Chairman Horst Klosterkemper.

WZ: Wie beurteilen Sie die sieben Tage im Rochusclub?

Dietlof von Arnim: Das war für uns eines der schönsten Turniere, weil der Wettergott auf unserer Seite war. Selbst am "Weißen Sonntag", der sehr regnerisch anfing, wurde die helle Kleidung nicht schmutzig.

Und sportlich?

von Arnim: Es war spannend wie nie zuvor. Am Montag wurden alle vier Begegnungen erst im dritten Satz des Doppels entschieden. Es war zu merken, dass die erstmalige Vergabe von Weltranglistenpunkten das Turnier aufgewertet hat. Juan-Martin del Potro war richtig wütend, als er für Argentinien verlor. Dabei ist aber der faire Umgang der Spieler untereinander nie verloren gegangen.

Wie bewerten Sie das Abschneiden der deutschen Mannschaft?

von Arnim: An dieser Stelle muss ich mal ganz klar eine Lanze für das Team brechen. Im Vorfeld ist ja von außen versucht worden, Unruhe zu stiften. Aber die Spieler haben sich in keiner Weise davon beeinflussen lassen. Sie sind zu jedem Zeitpunkt als Team aufgetreten. Der zweite Platz verdient Hochachtung.

Rund 70 000 Besucher kamen zum Rolanderweg. Die Anziehungskraft der Veranstaltung scheint also ungebrochen, oder?

Horst Klosterkemper: Der im Vorjahr eingeführte Modus macht sich positiv bemerkbar. Es gibt ein tägliches Interesse, weil sich der Besucher entweder an den Spieltagen eins, drei und fünf ausschließlich für Einzel und an den Tagen zwei, vier und sechs für Doppel, die ja zumeist erst die Entscheidung bringen, entscheiden kann. Hinzu kommt, dass der dritte Satz im Doppel als Champions-Tie-Break ausgespielt wird. Das erhöht die Spannung und ist damit auch fortschrittlicher.

Also ist der World Team Cup auch in Zukunft gut aufgestellt?

Klosterkemper: Ich möchte erwähnen und betonen, dass es außer in den USA nur noch bei uns in Deutschland fünf offizielle ATP-Turniere gibt. Und Düsseldorf ist dabei ein besonders gut dekoriertes Schaufenster. Zu verdanken haben wir dies besonders unseren mehr als 100 ehrenamtlichen Helfern. In ihren Herzen liegt unsere Kraft.

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