Junge Elf beißt sich an den robusten Gästen die Zähne auf. TuRU siegt 2:1 gegen Aufsteiger Duisburg.

Fußball-Oberliga
Mit den physisch starken Gästen (hier Christian Gurny) hatten auch mal zwei Spieler des West (Canel Cetin und Marcel Ewertz) ihre Probleme.

Mit den physisch starken Gästen (hier Christian Gurny) hatten auch mal zwei Spieler des West (Canel Cetin und Marcel Ewertz) ihre Probleme.

Lepke

Mit den physisch starken Gästen (hier Christian Gurny) hatten auch mal zwei Spieler des West (Canel Cetin und Marcel Ewertz) ihre Probleme.

Für den SC West begann die Saison in der Fußball-Oberliga mit einer ernüchternden 0:3 (0:1)-Heimniederlage gegen den 1. FC Bocholt. Vor knapp 100 Zuschauern auf der Anlage an der Schorlemerstraße, darunter auch Ex-Trainer Marcus John, biss sich die Elf des jungen Trainers Julien Schneider an den ausgebufften Gästen die Zähne aus. „Ich denke, bis zum 0:1 war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem sogar wir die etwas besseren Chancen hatten. Danach war es dann unheimlich schwer, gegen diese körperlich extrem starke Bocholter Defensive zu Gelegenheiten zu kommen“, analysierte Wests Kapitän Christoph Zilgens das Geschehen.

Besagtem 0:1 gingen zunächst Proteste der Gastgeber voraus, die kein Foul an Bocholts kantigem Stürmer Alexandras Armen gesehen haben wollten. Auch der Unparteiische Lars Parts zögerte lange, bis er doch noch auf den Elfmeterpunkt zeigte. Marc Beckert, der starke Mann der ruhenden Bälle beim FCB, ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte sicher (19.).

Auf der anderen Seite fanden die Oberkasseler selten eine Lücke und agierten wenn zu zögerlich (Fabian Stutz, 37.) im Abschluss. Nicht nur in dieser Hinsicht hatte Bocholt gestern die Nase vorne. Nur wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel hieß es 0:2. Ausgangspunkt war eine scharfe Hereingabe von Beckert, die der Niederländer Nick Buijs verwandelte (47.). Dessen anschließender Jubel mit Superheld-Maske war schlichtweg albern. Umso seriöser jedoch war die Art und Weise, wie er und seine Nebenleute im Anschluss die Führung zunächst verwalteten und nach schöner Einzelleistung von Niklas Müllmann sogar noch ausbauten (75.).

Tore: 0:1 (19., Foulelfmeter) Beckert, 0:2 (47.) Buijl, 0:3 (75.) Möllmann

2:0 durch den Bruder des neuen Hochsprung-Europameisters

Die TuRU hat den Schwung einer ordentlichen Vorbereitung mit in den Ligabetrieb genommen und mit dem 2:1(1:0) beim Aufsteiger FSV Duisburg einen prima Saisonstart hingelegt. Zugang Tim Galleski nutzte im ersten Abschnitt eine von drei guten Gelegenheiten zur Führung, die Jacub Przybylko, der Bruder des neuen Hochsprung-Europameisters Mateus Przybylko, kurz nach der Pause ausbaute (52.). Beim Anschlusstor durch Can Serdar wirkte TuRU-Torhüter Björn Nowicki etwas zögerlich. „Danach haben wir uns leider auf einen offenen Schlagabtausch eingelassen und mussten unnötig zittern“, meinte TuRUs Trainer Samir Sisic. Weitere Tore fielen aber nicht mehr.

Dafür gab es andere schlechte Nachrichten: Taoufiq Naciri musste mit einer Schulterblessur früh vom Feld und zur Untersuchung ins Krankenhaus. Bei den ebenfalls angeschlagen ausgewechselten Tim Galleski und Vedran Beric handelt es sich wohl nur um kleinere Verletzungen.

Tore: 0:1 (24.) Galleski, 0:2 (52.) Przybylko, 1:2 (66.) Serdar

© WhatsBroadcast

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