tischtennis Ohne Timo Boll geht das Spiel bei Halbfinal-Gegner Fulda verloren. Platz eins in der Liga war bereits gesichert.

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Christian Süß vergab gegen Wang Xi einen Matchball und verlornoch das Spiel mit 2:3.

Christian Süß vergab gegen Wang Xi einen Matchball und verlornoch das Spiel mit 2:3.

dpa

Christian Süß vergab gegen Wang Xi einen Matchball und verlornoch das Spiel mit 2:3.

Es hätte ein Tischtennis-Fest werden können. Doch das gestrige 0:3 der Borussia im letzten Saisonspiel der Deutschen Tischtennis-Liga beim TTC Fulda war für Manager Andreas Preuß eine heiße Warnung: "Timo Boll hin oder her, wir müssen im Halbfinale mächtig aufpassen. Jede einzelne Begegnung ist offen. Außerdem kommt der Unsicherheitsfaktor Weltmeisterschaft dazu. Vieles hängt davon ab, wie die Jungs in Japan spielen."

Zwei Tage nach dem 3:1 im Champions-League-Halbfinale bei RV Charleroi und dem Einzug ins Endspiel kassierten die Düsseldorfer in Fulda nach acht Siegen in der Deutschen Tischtennis-Liga (DTTL) wieder eine Niederlage. Die Borussia, die bereits vor dem Duell als Sieger der Vorrunde feststand, verschaffte Fulda durch das Ergebnis den Einzug in die Play-off-Runde und trifft die Mannschaft um Jan-Ove Waldner im Halbfinale in Hin- und Rückspiel wieder. Die Meisterrunde beginnt nach der Weltmeisterschaft (28. April - 5. Mai/Yokohama), die genauen Termine sollen in diesen Tagen festgelegt werden. Sollte Borussia das Endspiel erreichen, warten Ochsenhausen oder Frickenhausen auf den Rekordmeister aus Düsseldorf.

Der Borussia fehlte vor 1000Zuschauern in der ausverkauften Wilmingtonhalle in den entscheidenden Situationen das nötige Quäntchen Glück. Sowohl Christian Süß als auch Dimitrij Ovtcharov konnten in den ersten beiden Begegnungen jeweils eine 2:0-Satzführung nicht zum Sieg nutzen. Gegen Abwehrkünstler Wang Xi hatte Süß sogar einen Matchball ausgelassen und musste sich schließlich im fünften Durchgang knapp mit 12:14 geschlagen geben. Für die ohne Boll angetretenen Düsseldorfer kassierte der nach der Saison zum TTC Jülich wechselnde Marcos Freitas die dritte Niederlage und wirkte gegen Tischtennis-Ikone Jan-Ove Waldner (Schweden) über weite Strecken des Spiels überfordert.

Borussia spielt im Finale der Champions League zuerst zu Hause

Trotzdem will sich der Manager nicht über den bisherigen Verlauf der Meisterschaft beklagen. "Unser Ziel war es, die Vorrunde als Sieger abzuschließen. Das haben wir geschafft und das ist eine Riesenleistung der Mannschaft. Daran ändert auch die Niederlage in Fulda nichts." Zumal das dritte Erreichen des Champions-League-Finales (nach 1999 und 2000) am Freitag der eigentliche Erfolg des Wochenendes war. Gegner im Endspiel sind die TTF Ochsenhausen, die sich ebenfalls mit 3:1 gegen Hennebont TT (Frankreich) durchsetzten und damit das Ergebnis aus dem Hinspiel wiederholten. Erstmals in der Geschichte stehen sich damit zwei deutsche Clubs im Endspiel gegenüber. Borussia wird am Wochenende 8. bis 10. Mai ihr Heimspiel bestreiten. Die Entscheidung über den Champions-League-Sieger fällt dann im Rückspiel eine Woche später.

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