Der Düsseldorfer Künstler von A bis Z.

Die zweite Quadriennale ist auf ihre Weise ein Publikumsrenner – auch wenn die Zahlen des Premierenjahres nur rund zur Hälfte erreicht werden. Aber manches Moderne ist nach wie vor kein Kassenschlager, Beuys mit über 80 000 Besuchern in K 20 rettet das Bild und ist in seiner Heimatstadt längst ein Klassiker, den viele gesehen haben wollen.

Einfach macht es der Mann mit dem Filzhut dem Kunstinteressierten nach wie vor nicht, und wer nicht gerade mit dem Audioguide durch die Säle am Grabbeplatz gezogen ist, für den ist der Katalog zur Schau ein bleibende Freude. Denn Beuys wird hier anhand seiner Schaffensperioden gewissermaßen von A bis Z erzählt, Ulrike Westphal vom Schirmer/Mosel-Verlag hat Recht, wenn sie von einem Standardwerk spricht.

Das erste Kapitel beginnt mit dem 22-jährigen Joseph und seinem Künstlerwunsch, am Ende steht ein Kreuz sowie Palazzo Regale, mit einer Art Sarkophag schon dem Ende nah. Ein feiner Einfall ist es, den abschließenden Essayteil komplett mit Fetteindruck zu gestalten. K20-Chefin Marion Ackermann berichtet hier, wie Beuys im Schaffen und Ausstellen stets an den Betrachter dachte.

» Joseph Beuys, Parallelprozesse, Schirmer/Mosel, geb., 432 Seiten, 49,90, nach der Ausstellung 58 Euro

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