Die Traumzahl von 380.000 Besuchern wie vor sechs Jahren ist schwer zu erreichen.

Düsseldorf. Seit dem 11. September feiert die Stadt Düsseldorf das Festival Quadriennale und rückt die Werke von Künstlern wie Nam June Paik, Joseph Beuys und Katharina Sieverding ins Zentrum. Bis zum 16. Januar 2011 dauert die Schau. Am Montag formulierte Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf eine erste Zwischenbilanz - er kündigte für Dienstag den 100.000. Besucher an.

Aufgeschlüsselt wurde die Zahl aber nicht. Wie viele Besucher schauten sich bislang Sieverding, wie viele Nam June Paik an? Lohe passte. Nur für die Beuys-Ausstellung in der Kunstsammlung gab es eine Angabe: Die Schau sahen sich bislang 32.000 Menschen an. "Wir sind zufrieden", sagte Lohe. Vor allem die kleineren Ausstellungsräume wie die Akademie Galerie mit Zeichnungen von Düsseldorfer Kunstprofessoren sowie KIT, Kunst im Tunnel, mit Werken von Björn Dahlem würden rege nachgefragt. Zahlen? Wieder Fehlanzeige?

Die Quadriennale fand 2004 erstmals in Düsseldorfs statt, damals kamen 380000Besucher. Allerdings gab es mit dem italienischen Maler Caravaggio, der allein 180000Interessierte zog, einen echten Blockbuster. Zudem wurde die Ausstellung der Zero-Künstler bereits Monate vor dem eigentlichen Quadriennale-Start eröffnet. Solche Traumzahlen, spekulieren Kritiker, werde man diesmal nicht erreichen.

Rahmenprogramm: Eine Party findet am 30. Oktober im Kunstpalast zur Nam June Paik Ausstellung (bis 21.11.) statt, Ehrenhof 4-5, 20 Uhr, Eintritt: fünf Euro. Am 13. November beginnen um 21 Uhr an fünf Ausstellungsorten Konzerte mit unter anderem DJs und Kreidler.

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