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Der Spielzeitbeginn am Schauspielhaus muss verschoben werden, da die Bauarbeiten im Großen Haus am Gründgens-Platz nicht rechtzeit fertig geworden sind.

Der Spielzeitbeginn am Schauspielhaus muss verschoben werden, da die Bauarbeiten im Großen Haus am Gründgens-Platz nicht rechtzeit fertig geworden sind.

Lothar Strücken, Dieter Alsleben, Bernd Nanninga, dpa

Der Spielzeitbeginn am Schauspielhaus muss verschoben werden, da die Bauarbeiten im Großen Haus am Gründgens-Platz nicht rechtzeit fertig geworden sind.

Düsseldorf. Das Schauspielhaus muss seinen Spielzeitauftakt verschieben. Wie am Freitagmorgen bekannt wurde, werden die Bauarbeiten im Großen Haus am Gründgens-Platz nicht rechtzeit fertig. Urprünglich sollte die neue Spielzeit, die auch gleichzeitig der Beginn der neuen Intendanz unter Staffan Holm ist, am 14. Oktober mit "Hamlet" beginnen. Aus dem Start mit Paukenschlag wird nun aber nichts.

Der Auftakt ist um drei Wochen verschoben. Die Premieren im Kleinen Haus und im Jungen Schauspielhaus finden jedoch statt. Grund für die Verzögerung der 12,8 Millionen teuren Sanierung ist die Konstruktion der Saalschale. Die Firma, welche die 900 einzelnen Holzplättchen für die Saalverkleidung produziert und montiert, hat offenbar die Kompliziertheit dieser Maßnahme unterschätzt und braucht mehr Zeit für deren Fertigstellung.

Nach Auskunft von Theatersprecher Felix Schnieder-Henninger erfuhr die Intendanz am Dienstag von der Verzögerung. Kulturdezernent Hans-Georg Lohe weiß es seit Mittwoch und zeigte sich überrascht. "Mir war bislang vom Schauspielhaus immer signalisiert worden, dass die Arbeiten pünktlich beendet sein werden."

Besetzungprobleme mit den Schauspielern gibt es nach Auskunft von Schnieder-Henninger nicht. "Wir haben zwei Tage lang telefoniert und alles regeln können." Die Hamlet-Premiere, die Intendant Staffan Holm selbst inszeniert hat, findet nun am 4. November statt.

Um die Sanierung hat es von Anfang an Ärger gegeben. Die Erben von Bernhard Pfau, dem Erbauer des Schauspielhauses, sahen in den geplanten Arbeiten nicht das verwirklicht, was Pfau geschaffen hatte. Speziell die Holzverkleidung war ein Streitpunkt. Sie treffe nicht den tatsächlichen Farbton hatten die Erben in der WZ kritisiert.

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