Am Rosenmontag sollen Störenfriede keine Chance haben. Der Auftakt des Straßenkarnevals verlief friedlich.

Tolle Tage
Bei einem Unfall auf der Worringer Straße wurde ein Mann überfahren.

Bei einem Unfall auf der Worringer Straße wurde ein Mann überfahren.

GB

Bei einem Unfall auf der Worringer Straße wurde ein Mann überfahren.

Düsseldorf. Dieter Höhbusch redet Klartext: „Wenn sich einer nicht an die Regeln hält, kann er Karneval in Gewahrsam verbringen.“ Der Karnevals-Einsatzleiter der Polizei wird am Montag 900 Beamte lenken und verspricht: „Wir werden alles tun, damit alle friedlich feiern können.“

Beim fünf Kilometer langen Zoch mit rund 5000 Teilnehmern rechnet die Polizei mit bis zu einer Million Besucher. Sie hat eine Platzverweiszone eingerichtet, die vom Ehrenhof bis zum Bilker S-Bahnhof und vom Rheinufer bis zur Berliner Allee reicht. „Wer dort nach einem Verweis angetroffen wird, kommt in Gewahrsam.“ Die Glasverbotszone wird bis zur Fahrbahnmitte der Heine-Allee ausgedehnt.

Geht es nach dem Polizisten mit den vier Sternen auf den Schulterklappen, müssen seine Einsatzkräfte aber ebenso wenig eingreifen wie an Altweiber. „Der Donnerstag war fröhlich und friedlich“, sagt Höhbusch. Mit 731 Einsätzen lag der Altweiber-Donnerstag nur knapp über dem des vergangenen Jahres (701).

51 Menschen mussten Altweiber in ein Krankenhaus gebracht werden

Bei Widerstandshandlungen gegen Polizisten wurden drei Einsatzkräfte leicht verletzt. Der Rettungsdienst absolvierte 537 Einsätze von denen 238 karnevalsbedingt waren (Vorjahr: 269). In den Unfallhilfestellen wurden 178 Menschen behandelt, 51 mussten in eine Klinik gebracht werden.

Sorgen machen der Polizei zwei Fälle, in denen der Verdacht auf die Verwendung von K.o.-Tropfen besteht: Am Burgplatz zeigten zwei 14-jährige Jungs und eine 18-Jährige entsprechende Symptome. Ein Mann hatte kurz zuvor in der Gruppe eine Flasche herumgereicht. Im Hafen kippte eine 44-Jährige in einer Gaststätte um. In beiden Fällen ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung. Höhbusch: „K.o.-Tropfen können lebensgefährlich sein. Wir werden alles daran setzen, diese Typen zu kriegen.“

Ab 8 Uhr werden Merowinger Straße/ Merowingerplatz und die Anbindungen gesperrt. Um 8.30 Uhr erfolgt die Sperrung des Rheinufertunnels in Richtung Norden. Um 10.30 Uhr folgt die Oberkassler Brücke sowie der Rheinufertunnel in Richtung Süden. Ab 15.30 Uhr wird die Sperrung des Rheinufertunnels aufgehoben, um 18 Uhr sind alle Straßen wieder frei, bis auf die Königsallee, die auf östlicher Seite bis in die Nacht nicht befahrbar ist.

Die Sperrungen können über den „Lastring“ und die Achse Corneliusstraße – Berliner Allee umfahren werden.

Die Rheinbahn ist ab elf Uhr von den Sperrungen betroffen und fährt nach Sonderfahrplan.

Die Leerung der Mülltonnen verschiebt sich um einen Tag.

Auch ein Unfall beschäftigt die Polizei über Altweiber hinaus: An der Kreuzung Worringer Straße/Am Wehrhahn war gegen 22.30 Uhr ein 32-Jähriger schwer verletzt worden. Der Mülheimer ging um ein Taxi herum, um hinten einzusteigen, als er von einem in die Worringer Straße einbiegenden dunklen Mercedes erfasst wurde. Der 32-Jährige wurde zu Boden geschleudert und überrollt. Der Unfallverursacher fuhr Richtung Worringer Platz weiter.

Der Mülheimer wurde mit schwersten Verletzungen an den Beinen in die Uni-Klinik gebracht. Die Polizei fand den Wagen des Flüchtigen auf der Kölner Straße. Die Ermittlungen nach dem Fahrer und den drei weiteren Insassen dauern an. Hinweise an Telefon 8700.

© WhatsBroadcast

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