Es läuft noch nicht rund für Prinz Simon und Venetia Rebecca. Auf der Bühne haben die beiden Anlaufschwierigkeiten.

Karneval
Haben noch einige Anlaufschwierigkeiten: Prinz Simon und Venetia Rebecca bei der Fernsehsitzung.

Haben noch einige Anlaufschwierigkeiten: Prinz Simon und Venetia Rebecca bei der Fernsehsitzung.

Judith Michaelis

Haben noch einige Anlaufschwierigkeiten: Prinz Simon und Venetia Rebecca bei der Fernsehsitzung.

Düsseldorf. Mit Simon Lindecke und Rebecca Frankenhauser, 31 und 35 Jahre alt, hat das Carnevals Comitee (CC) ein junges Prinzenpaar in die Session geschickt. Nett, adrett und sympathisch wirken die beiden auf der Bühne.

Trotzdem läuft es noch nicht rund. Bei der Fernsehsitzung verhaspelte sich der Prinz gleich dreimal und sprach vom „European Song Contest“, der in Düsseldorf stattfindet. Da wird der WDR wohl am Schneidetisch rangehen . . .

Schon am Mittwoch vorher, beim Neujahrsempfang des CC, hätte sich Simon fast um Kopf und Kragen geredet. So erklärte er die Bedeutung der Zahl 11 für den Karneval – und schlug den Bogen zur deutschen Flotte im Ersten Weltkrieg, die einen Funkspruch Nr. 11 absetzte, bevor sie sich selbst versenkte.

Krieg und Karneval – das harmoniert so gut wie der Teufel und das Weihwasser. Ein Balanceakt am rhetorischen Abgrund. Da ist allerdings auch die Prinzenführung gefordert, die wissen müsste, welche Themen auf einer Karnevalsbühne nichts zu suchen haben.

Die Prinzenkürung war eine lange Schlacht der Worte

Unglücklich war auch der Auftritt bei der Prinzenkürung, was allerdings nicht an Simon und Rebecca allein lag. Die waren mit der netten Idee angetreten, die gesamte Stadtverwaltung durch Karnevalisten zu ersetzen. Der Vortrag geriet allerdings ein bisschen lang.

Das wäre bei der Kürung, die der Abend des Prinzenpaares ist, nicht so schlimm gewesen, wenn das Ganze von Musik eingerahmt worden wäre. Aber vor und nach der Kürung traten Büttenredner auf, so dass eineinviertel Stunde nur geredet wurde. Da wird auch der gutgelaunte Narr überfordert. Den zweiten Büttenredner hatte die Stimmungsband Alt-Schuss vorgelassen, weil der schon auf heißen Kohlen hinter der Bühne stand. Dem Prinzenpaar hat man damit keinen Gefallen getan.

Prinz Simon lässt sich seine gute Laune aber nicht verderben: „Ich habe bisher ein sehr gutes Feedback bekommen, auch nach der Fernsehsitzung. Die ist auch besonders schwierig, weil man wegen des späten Sendetermins keine tagesaktuellen Sachen sagen kann.“

Außerdem sei man noch ganz am Anfang der Session: „Niemand kann von uns erwarten, dass wir Wunderkinder sind.“ Die Prinzenkürung und die TV-Sitzung seien die großen Termine, wo auch ein Prinzenpaar besonders angespannt sei: „Am Tag danach lief es schon viel besser.“

Immerhin haben Simon und Rebecca bis zum Rosenmontag am 7. März noch Zeit, zur Hochform aufzulaufen, auch andere Prinzenpaare hatten ihre Anlaufschwierigkeiten.

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