Die Prinzengarde Blau-Weiss ist stolz auf ihr farbentreues närrisches Oberhaupt.

Galasitzung
Diese kleinen Tänzerinnen hatten Spaß auf der Galasitzung der Blau-Weissen, auch wenn für ihren Auftritt bei dem proppevollen Bühnenprogramm am Ende die Zeit fehlte.

Diese kleinen Tänzerinnen hatten Spaß auf der Galasitzung der Blau-Weissen, auch wenn für ihren Auftritt bei dem proppevollen Bühnenprogramm am Ende die Zeit fehlte.

Pfarrer Paul-Ludwig Spies wurde mit der Leo-Statz-Plakette ausgezeichnet. Hille Erwin (l.) hielt die Laudatio.

Der neue Sellerieprinz heißt Norbert Gimbel, der sich hier von den Närrischen Marktfrauen feiern lässt.

Judith Michaelis, Bild 1 von 3

Diese kleinen Tänzerinnen hatten Spaß auf der Galasitzung der Blau-Weissen, auch wenn für ihren Auftritt bei dem proppevollen Bühnenprogramm am Ende die Zeit fehlte.

Düsseldorf. Mächtig stolz ist die Prinzengarde Blau-Weiss darauf, dass Prinz Simon I. einer von ihnen ist. Und so war es den 700 Gästen der Blau-Weißen Galasitzung am Samstag im Maritim-Hotel eine Freude, dass der Prinz sein prächtiges rot-weißes Ornat schlicht eine Verkleidung nannte: „Ich bin euer blau-weißer Prinz, verkleidet in rot-weißer Uniform“, verkündete er voller Überzeugung.

Kurz nach 19 Uhr war das Prinzenpaar mit Gardisten und Gefolge zur Gala-Sitzung erschienen und eine gute halbe Stunde geblieben, bevor es weiter zog. Sitzungspräsident Klaus Jonas hatte nicht etwa Venetia Rebecca – wie sonst üblich – zuerst das Mikrofon gereicht, sondern Prinz Simon. Der lüftete dann seine große Prinzen-Kappe mit Feder und zum Vorschein kam eine kleine blau-weiße Kappe. Am linken Fuß trug er zudem ein blaues Satin-Band – so viel Verbundenheit zum eigenen Verein gefiel den blau-weißen Gästen sichtlich.

Der jüngste Prinz in der längsten Session

Prinz Simon I., mit 31 Jahren der jüngste Prinz der Landeshauptstadt, bedankte sich artig für seine Ernennung: „Ich habe mit meiner Venetia die längste Session des ganzen Jahrhunderts zu bestreiten“, fügte er hinzu.

Unter der Regie von Klaus Jonas gab es an diesem Abend ein buntes Programm: Neben bekannten Büttenrednern wie Jürgen Hilger-Höltgen (Dat Fimännchen), Axel Foppen und Frank Fander (De Huusmeister vom Bundesdaach), Uli Teichmann, Fritz Schopps (Et Rumpelstilzje) und Annette Esser (Achnes Kasulke) sorgten die Düssel-Disharmoniker, Alt Schuss und die Band ohne Bart für Stimmung.

Die Prinzengarde Blau-Weiss ist der erste Verein in der Landeshauptstadt, der seine Gala-Sitzung bereits um 18.30 Uhr startet: „Es ist für die Gäste einfacher, wenn das große und immerhin fünf Stunden umfassende Programm vor Mitternacht endet“, sagte Jonas. Zwar schafften es so nicht alle Gäste pünktlich – dafür blieben viele bis nach drei Uhr im Foyer des Ballsaals.

Jürgen Gimbel ist Sellerieprinz, Ehrung für Pfarrer Spies

Weiteres aus der Karnevalswelt: Bei der Suche nach dem neuen Sellerieprinzen wurde Elly Eberhardt, Präsidentin der Närrischen Marktfrauen, diesmal in den eigenen Reihen fündig. Jürgen Gimbel, seit Jahren im Verein aktiv, wurde am Samstagabend im Restaurant Bender’s Marie auf den Thron gehoben. Statt Narrenzepter schwingt Gimbel eine Sellerieknolle. „Das ist unsere höchste Auszeichnung. Sie symbolisiert die Männlichkeit“, sagt Elly Eberhardt. Die große Sitzung der Marktfrauen findet am 16. Februar im Henkel-Saal statt.

In die St. Antonius-Kirche am Fürstenplatz hatte gestern Nachmittag das Carnevals Comitee zum Gottesdienst der Karnevalsvereine geladen. Zum krönenden Abschluss überreichte die Funkenartillerie Rot-Wiss nach einer Laudatio von Hille Erwin die Leo-Statz-Plakette für Verdienste um den Düsseldorfer Karneval an Pfarrer Paul-Ludwig Spies.

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