Prinz Simon ging auf Rekordjagd fürs Guinness-Buch. Die Marktfrauen blieben draußen und vier Rosa-Cowgirls kamen zu spät.

Altweiber
Auch Bürgermeisterin Gudrun Hock (li.) und Venetia Rebecca nahmen an dem Bützchen-Weltrekordversuch von Prinz Simon teil.

Auch Bürgermeisterin Gudrun Hock (li.) und Venetia Rebecca nahmen an dem Bützchen-Weltrekordversuch von Prinz Simon teil.

Das närrische Bilderbuchwetter lockte zum Sturm auf das Rathaus rund 12 000 Jecke auf den Rathausvorplatz. Alle

Arend, Bild 1 von 2

Auch Bürgermeisterin Gudrun Hock (li.) und Venetia Rebecca nahmen an dem Bützchen-Weltrekordversuch von Prinz Simon teil.

Düsseldorf. „Die Sterne funkele“ passte eigentlich nicht zu dem strahlenden Sonnenschein. Trotzdem sangen die rund 12 000 Narren vom ersten Ton an mit, als Alt-Schuss-Frontmann Rainer Lieverscheidt auf der Bühne vor dem Rathaus die ersten Zeilen sang. Bei närrischem Bilderbuchwetter schunkelten die Jecke bis zum Nachmittag, um sich dann auf die zahlreichen Kneipen in der Altstadt zu verteilen.

„Wir sind leider zu spät gekommen und haben den Sturm aufs Rathaus nicht gesehen“, bedauerten die vier Freundinnen Tina, Conny, Vera und Konnie, die als Rosa-Cowgirls aus Osterath gekommen waren, „die Rheinbahn hatte leider im Linksrheinischen eine Störung“. Trotzdem ließ sich das fröhliche Quartett die gute Laune nicht verderben und feierte anschließend vor dem Uerige weiter.

Prinz Simon sammelte Bützchen für den neuen Weltrekord

Als Marathon-Ruderer steht Prinz Simon Lindecke schon im Guinness-Buch der Rekorde. Am Donnerstag peilte er den zweiten Eintrag an – mit einem Bützchen-Rekord. „Ich küsse den ganzen Tag lang alle Frauen, denen ich begegne. Die Adjutantur zählt mit“, kündigte Simon an. Schon beim Sturm im Rathaus war die Beteiligung der Damen an dem Rekordversuch groß. Auch Bürgermeisterin Gudrun Hock ging auf Nahdistanz zu Simon. Der hatte bis zum frühen Abend die Fünfhunderter-Marke überschritten.

Nicht ganz so gut drauf war Elisabeth Elly Eberhardt, die Präsidentin der Närrischen Marktfrauen: „Wir sind seit 43 Jahren zum ersten Mal nicht ins Rathaus gelassen worden. Ich musste mich durch die Hintertür hereinschleichen.“ Dafür ist der Rosenmontagswagen der Marktfrauen repariert, der beim Schnee-Einsturz des Zeltes neben der Wagenbauhalle arg in Mitleidenschaft gezogen worden war. Zugleiter Hermann Schmitz persönlich hatte das Gefährt wieder in Form gebracht.

Ex-Prinzenpaar hat jetzt einen Zweitwohnsitz in München

Fast unzertrennlich: Janine Arnold und Dirk Kemmer, das Prinzenpaar aus der vergangenen Session. Zusammen haben sie einen Zweitwohnsitz in München bezogen, nachdem Kemmer die Leitung der BMW-Niederlassung in der bayerischen Metropole übernommen hat: „Das ist unsere größte in ganz Deutschland.“ Auch Janine arbeitet jetzt zwei Tage pro Woche von München aus. Rosenmontag muss das Paar sich aber für ein paar Stunden trennen: Dann fährt Janine als Präsidentin auf dem Wagen der Düsseldorfer Originale und Dirk bei der Prinzengarde Rot-Weiss.

Rund ging es auch auf dem Carlsplatz, wo sich die Narren ebenfalls vor der Bühne drängelten. Eric Fehling, der Chef der Markthändler, überraschte Venetia Rebecca mit einem Blumenstrauß. „Das war praktisch eine Bewerbung als Prinz fürs nächste Jahr“, meint CC-Vizepräsident Josef Hinkel augenzwinkernd.

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