Den Start der Tour de France in Düsseldorf hat ein Millionenpublikum verfolgt. Aber die Stadt muss auch mehr als geplant für das Spektakel zahlen. Doch der Stadtrat gibt das Geld nicht frei.

Tour de France
Die Düsseldorfer CDU, die nach anfänglicher Ablehnung für die Tour gestimmt hatte, wirft dem Oberbürgermeister eigenmächtiges Handeln in Geldfragen vor.

Die Düsseldorfer CDU, die nach anfänglicher Ablehnung für die Tour gestimmt hatte, wirft dem Oberbürgermeister eigenmächtiges Handeln in Geldfragen vor.

Rolf Vennenbernd

Die Düsseldorfer CDU, die nach anfänglicher Ablehnung für die Tour gestimmt hatte, wirft dem Oberbürgermeister eigenmächtiges Handeln in Geldfragen vor.

Düsseldorf. Tour de France mit Folgen: Der Düsseldorfer Stadtrat hat sich am Dienstag erneut geweigert, das Geld für längst entstandene Ausgaben bei dem Radrennen freizugeben. Das mehrtägige Spektakel Anfang Juli kostet die Landeshauptstadt knapp drei Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. In der außerordentlichen Sitzung versagte unter anderem die CDU erneut die Zustimmung zu diesen Mehrausgaben und warf Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) vor, er habe nicht früh genug informiert. Nun will Geisel die Bezirksregierung einschalten, um die Rechtmäßigkeit der Ratsentscheidung prüfen zu lassen.

Nach Angaben der Bezirksregierung ist eine solcher Fall die absolute Ausnahme. Der Start des weltbekannten Radrennens wurde für die Stadt teurer, als geplant: Statt rund 5 Millionen Euro sind 7,8 Millionen Euro zu zahlen. Um Rechnungen zu begleichen, hatte der Stadtchef einen Teil der überplanmäßigen Ausgaben im Sommer aus Sicht der CDU am Rat vorbei genehmigt. Im Stadtrat haben SPD, Grüne und FDP eine Mehrheit. Die Liberalen hatten die Tour von Anfang an abgelehnt. Und die Grünen wollten ohne die CDU nicht zustimmen und so vermeiden, dass Stimmen vom rechten Rand den Ausschlag gäben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer