1996 sterben 17 Menschen bei dem Großfeuer im Airport. Das juristische Nachspiel dauert bis heute an.

Alle Einsatzkräfte vor Ort: Die Feuerwehr konnte den Tod von 17 Menschen aber nicht mehr verhindern.   Archiv-
Alle Einsatzkräfte vor Ort: Die Feuerwehr konnte den Tod von 17 Menschen aber nicht mehr verhindern. Archiv-

Alle Einsatzkräfte vor Ort: Die Feuerwehr konnte den Tod von 17 Menschen aber nicht mehr verhindern. Archiv-

Alle Einsatzkräfte vor Ort: Die Feuerwehr konnte den Tod von 17 Menschen aber nicht mehr verhindern. Archiv-

Alle Einsatzkräfte vor Ort: Die Feuerwehr konnte den Tod von 17 Menschen aber nicht mehr verhindern. Archiv-

Ein Feuerwehrmann untersucht im Schutzanzug die Auslage des Blumengeschäfts, in dessen Nähe das Feuer ausgebrochen war (l.). Der Schaden am Flughafen war immens (Mitte), so dass 1999 der Teilabriss begann (r.).

dpa, Bild 1 von 4

Alle Einsatzkräfte vor Ort: Die Feuerwehr konnte den Tod von 17 Menschen aber nicht mehr verhindern. Archiv-

Düsseldorf. Viel zu leise kommt die Aufforderung aus den Lautsprechern, das Flughafengebäude zu verlassen. So zumindest schildern es am 11. April 1996 Augenzeugen, die erst aus dem Terminal flüchten, als sie den Rauch riechen.

Kurz vor 16 Uhr ist bei Schweißarbeiten an einer Dehnungsfuge eine Zwischendecke zur Abflughalle in Brand geraten. In einem Blumenladen sprühen Funken aus der Decke.

Als ein Mann der Flughafen-Feuerwehr die Verkleidung abnimmt, gelangt Sauerstoff an den Schwelbrand, und das Feuer zündet durch. Eine Rauch- und Flammenwalze rast durch die Abflughalle. Menschen stürzen auf dem Weg zum Ausgang übereinander.

Verzweifelte Notrufe aus den Aufzügen erreichen die Leitstelle: „Holt uns hier raus, wir sterben!“ Doch die Feuerwehr, die mit allen Einsatzkräften vor Ort ist, kann die Menschen nicht aus den Todesfallen befreien. Auch auf den Toiletten und in der Air France- Lounge werden später Leichen gefunden. 17 Menschen finden den Tod, 88 werden verletzt. Düsseldorf steht unter Schock.

Am 15. Dezember 1999 wird vor dem Düsseldorfer Landgericht der Prozess gegen den damaligen Flughafen-Direktor Bernd Rietdorf und acht weitere Angeklagte eröffnet. Knapp zwei Jahre später ist das Verfahren eingestellt, die Angeklagten bleiben nach Zahlung eines Bußgeldes straffrei. Die juristische Aufarbeitung des Unglücks in Form von Schadenersatz-Prozessen dauert allerdings bis heute an.

1990 muss der Rosenmontagszug wegen eines Sturms abgesagt werden. Er wird am 19. Mai als „Rosensamstagszug“ nachgeholt. Im Jahr 1991 fällt der Zug aus Protest gegen den Irak-Krieg der USA aus.

In der Nacht zum 2. April 1991 wird der Treuhand-Chef Karsten Rohwedder in seiner Oberkasseler Villa ermordet. In einem Kleingarten auf der anderen Straßenseite findet die Polizei Patronenhülsen und ein Bekennerschreiben der Roten Armee Fraktion (RAF).

Um 3.20 Uhr in der Nacht des 13. April 1992 bebt die Erde. Viele Menschen rennen panisch auf die Straßen. Verletzt wird aber niemand.

 

 

120 000 Demonstranten ziehen am 30. Januar 1993, dem 60. Jahrestag der Machtergreifung Hitlers, gegen Fremdenhass und Rechtsextremismus durch die Stadt.

Am 15. Dezember 1993 wird der Rheinufertunnel eröffnet. Am 9. Juni 1995 ist auch die Rheinuferpromenade fertig. Baukosten: 543 Millionen D-Mark.

Konzert:  Beim Jubiläumskonzert der Toten Hosen am 28. Juni 1997 im Rheinstadion stirbt eine 16-jährige Holländerin im Gedränge der Fans.

 

Explosion: Sechs Menschen sterben am 24. Juli 1997 beim Einsturz eines vierstöckigen Hauses an der Krahestraße. Die Ermittlungen ergeben, dass der Hauseigentümer eine Gasleitung manipuliert hatte.

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