Zwei Wochen lang nimmt die WZ ihre Leser mit in verborgene Räume der Düsseldorfer Unterwelt.

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WZ-Mitarbeiter Nikolas Golsch hat zahlreiche Orte der Düsseldorfer Unterwelt aufgespürt und besucht.

WZ-Mitarbeiter Nikolas Golsch hat zahlreiche Orte der Düsseldorfer Unterwelt aufgespürt und besucht.

Eine verborgene Welt: So sieht es aktuell in den Bunkerräumen unter dem Carlsplatz aus.

Melanie Zanin, Bild 1 von 2

WZ-Mitarbeiter Nikolas Golsch hat zahlreiche Orte der Düsseldorfer Unterwelt aufgespürt und besucht.

Düsseldorf. Wir laufen, wir rennen, wir hasten. Doch dem Grund, auf dem wir uns fortbewegen, schenken wir meist keine Beachtung. Gelegentlich steigen wir hinab, fahren mit der U-Bahn, gehen in den Keller oder fahren ein Auto in die Tiefgarage – und steigen danach wieder hinauf ins Licht.

Doch gibt es vielleicht noch viel mehr als die U-Bahn und die Tiefgaragen unter unseren Füßen? Gehen wir vielleicht täglich über unterirdische Bauwerke, von deren Existenz wir nichts wissen, die unbeachtet unter den Straßen und Plätzen der Stadt schlummern?

Dieser Frage ist die WZ nachgegangen. Unser Reporter Nikolas Golsch wird in den kommenden zwei Wochen im Rahmen einer Reportage-Reihe täglich über eine andere Unterwelt berichten. Er ist in alte Bunker hinabgestiegen, in Hohlräume und U-Bahn-Stollen, die sonst nur von Fachpersonal betreten werden dürfen und die für die Bürger tabu sind. Dabei finden sich nicht selten Zeugnisse einer bewegten Geschichte.

Während des Zweiten Weltkrieges etwa kamen im Untergrund viele Menschen zusammen, um sich vor Bomben zu schützen, verbrachten viele Stunden zitternd in der Tiefe. Etwa unter dem Carlsplatz. Dort allerdings durfte selbst die WZ nicht hinein. Zu schlecht ist der Zustand des Bauwerkes. Wegen Schimmelbildung kann man nur mit Atemschutzmaske die alten Räume besuchen.

Während unter dem Carlsplatz die Zeit scheinbar stehen geblieben ist, werden andere Bunkerräume in der Stadt inzwischen oft anders genutzt. Zum Teil wird in ihnen auch an die vergangenen Zeiten erinnert, oft wurden sie umfunktioniert und erfüllen jetzt gänzlich andere Zwecke, an die ihre Erbauer damals nicht einen Gedanken verschwendet hätten. Sie sind zu Veranstaltungsorten geworden, zu Lagerräumen, zu Geschäften.

Wer sich mit eigenen Augen ein Bild von den Bunkerräumen unter der Kirche machen will, hat am Dienstag, 21. Oktober, eine gute Gelegenheit dazu: Der WZ-Club bietet eine Führung durch das Gebäude inklusive den Kellerräumen an.

21. Oktober 2014, ab 10.30 Uhr. Ende der Veranstaltung wird gegen 13 Uhr sein. Preis: 14,90 € für WZ-Abonnenten, 19,90 € für Nicht-Abonnenten. Im Preis enthalten: Führung durch die Bunkerkirche, kulinarischer Ausklang, Veranstaltungsbegleitung.

Anmeldungen bitte unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/220067799 (Mo-Fr 9-18 Uhr).

Oder zu einer Kirche – so wie die Bunkerkirche in Heerdt. Was viele nicht wissen ist, dass im Untergeschoss des Gotteshauses noch Teile der Original-Einrichtung des Bunkers zu besichtigen sind. Und genau darum dreht sich der erste Teil unserer Serie.

Unter unseren Füßen liegt also mehr als bloß Erde, unter ihnen liegt eine andere Welt. Kommen Sie mit uns auf eine Reise durch die Düsseldorfer Unterwelten!

© WhatsBroadcast

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