Vier Grundschulen werden ausgezeichnet. Den ersten Platz belegt die Regenbogenschule mit ihrem Integrationskonzept.

Die Freude über den ersten Platz ist riesig: Bis zuletzt konnten die Regenbogenschüler es kaum glauben.
Die Freude über den ersten Platz ist riesig: Bis zuletzt konnten die Regenbogenschüler es kaum glauben.

Die Freude über den ersten Platz ist riesig: Bis zuletzt konnten die Regenbogenschüler es kaum glauben.

Judith Michaelis

Die Freude über den ersten Platz ist riesig: Bis zuletzt konnten die Regenbogenschüler es kaum glauben.

Düsseldorf. Große Aufregung bei der 10. Auflage des WZ-Schulpreises: Die rund 300 Schüler, die zur Preisverleihung gekommen sind, fiebern ihrem großen Moment entgegen. „Das ist so spannend“, sagt eine Schülerin der Regenbogenschule, noch etwas schüchtern. Als der Name ihrer Schule schließlich aufgerufen wird, ist von der Zurückhaltung aber nichts mehr zu sehen. Die Freude ist riesig.

Zum 10. Mal konnten sich Düsseldorfer Schulen um den von der WZ und den Stadtwerken organisierten Preis bewerben. Mehr als 40 Schulen nutzten die Chance auf insgesamt 10 500 Euro. Eine fünfköpfige Jury bestehend aus Schuldezernent Burkhard Hintzsche, Christoph Berghahn von den Düsseldorfer Stadtwerken, WZ-Verlagsleiter Christian Koke, dem stellvertretenden Lokalchef Alexander Esch und Redakteurin Ines Arnold wählte schließlich die elf besten Projekte aus.

An der Regenbogenschule helfen alle mit – auch die Eltern

Den ersten Platz und damit 1500 Euro Preisgeld sicherte sich die kleinste Schule unter den Bewerbern. Die Regenbogenschule hat im vergangenen Schuljahr 24 Flüchtlingskinder aufgenommen. Das stellte sie vor viele Herausforderungen: Kinder mit Trennungsangst stellten das Essen ein und konnten dem Schulalltag nicht folgen. Um diese Kinder und deren Familien bestmöglich zu integrieren, entwickelte ein Lehrer-Erzieher-Eltern-Team ein umfangreiches Konzept. Neben dem täglich stattfindenden Deutschunterricht in Kleingruppen wurden Schüler und Eltern zusammengetrommelt, die als Übersetzer einspringen oder als Pate und Ansprechpartner der Kinder paratstehen. Im Elterncafé einmal im Monat können sich Eltern untereinander austauschen. In zahlreichen Arbeitsgemeinschaften lernen die Kinder unvoreingenommen aufeinanderzuzugehen.

Den zweiten Platz belegte die Bonifatiusschule Im Dahlacker (750 Euro Preisgeld). Die Schule veröffentlicht eine digitale Schülerzeitung, die als Newsletter kostenlos an die Familien der Schüler versendet wird. Schüler der Klassen 1 bis 4 wirken in Form von Gastbeiträgen und Leserbriefen mit, entscheiden, was in den Newsletter kommt und wie es aufbereitet wird.

Den dritten Platz teilten sich gleich zwei Grundschulen: Die Carl-Sonnenschein-Schule wurde für das musikalische Schattentheater „Ein Sommernachtstraum“ ausgezeichnet, an dem 60 Schüler mitwirkten - im Orchester, als Schattenspieler, Sprecher oder Sänger. Schüler der Adam-Stegerwald-Grundschule zeigten mit ihrem Film „Respekt tut gut“, wie sie gelernt haben, Konflikte friedlich zu lösen und was sie zur Integration neuer Mitschüler tun können.

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