Schulen denken sich immer neue Wege aus, Gemeinschaft zu fördern – oder machen Biologie zum Lieblingsfach.

Großinsekten spielen im Bio-Unterricht des Marie-Curie-Gymnasiums eine Rolle – die Schüler sind von den Tieren begeistert und pflegen sie mit viel Einsatz. Doch es gibt auch größere Tiere.
Großinsekten spielen im Bio-Unterricht des Marie-Curie-Gymnasiums eine Rolle – die Schüler sind von den Tieren begeistert und pflegen sie mit viel Einsatz. Doch es gibt auch größere Tiere.

Großinsekten spielen im Bio-Unterricht des Marie-Curie-Gymnasiums eine Rolle – die Schüler sind von den Tieren begeistert und pflegen sie mit viel Einsatz. Doch es gibt auch größere Tiere.

Judith Michaelis

Großinsekten spielen im Bio-Unterricht des Marie-Curie-Gymnasiums eine Rolle – die Schüler sind von den Tieren begeistert und pflegen sie mit viel Einsatz. Doch es gibt auch größere Tiere.

Düsseldorf. Unterricht, der anschaulich und praktisch ist und nicht nur Theorie liefert – diesem Ideal kann wohl niemand widersprechen, nur ist die Umsetzung im Alltag nicht einfach und oft mühsam. Am Marie-Curie-Gymnasium ist dieses Ansinnen aber auf sehr schöne Art und Weise geglückt. Die Schule hat sich ihren eigenen kleinen Zoo für den Biologie-Unterricht angelegt, Schüler sind mit Begeisterung dabei, die Tiere zu hegen und pflegen.

Mit ein paar Schaben, die Lehrerin Daniela Wojtkiewicz für Messungen der Körpertemperatur organisierte, fing es an. Inzwischen sind allerlei Stab- und Heuschrecken, Gottesanbeterinnen und sogar Schildkröten und Bartageme dazugekommen. Eine AG kümmert sich um sie, die Kinder haben auch ihre anfänglichen Berührungsängste überwunden. Pläne für ein Außengehege für die Reptilien sind schon weit fortgeschritten, das Schulpreisgeld kommt wie gerufen.

Ein eigener Preis zeigt, was für die Schule wichtig ist

Den zweiten Platz teilen sich zwei Projekte. Keins der beiden wollte die Jury dem anderen voranstellen, weil beide sich um ein gutes Klima des Miteinanders viele Gedanken gemacht und Programme aufgebaut haben, die auf vielen Pfeilern stehen.

„Gelebte Vielfalt“ nennt das die Joseph-Beuys-Gesamtschule in Oberbilk. Dazu gehört, dass seit vielen Jahren Streitschlichter, Schülerpatenschaften und gegenseitige Nachhilfe zum Alltag gehören, regelmäßig werden Kinder zu Rheinbahnbegleitern oder Sporthelfern ausgebildet. Dass Engagement für die Gemeinschaft großgeschrieben wird, zeigt die Schule, wenn sie einmal im Jahr intern den Gandhi-Preis verleiht. Das ist nur ein Teil der vielen Bausteine, auch Lehrer und Eltern sind eingebunden.

Auch an der Carl-Benz-Realschule in Oberkassel ruht Projekt „Soziales Lernen“ auf vielen Säulen, die vor allem gegenseitige Hilfe und Rücksichtnahme fördern, etwa wenn Neuntklässler regelmäßig Aktionen für die neuen Fünfer organisieren. Themen wie Mobbing- und Gewaltprävention stehen im Fach „Soziales Lernen“ auf dem Stundenplan. Aktuell laufen in der Schule eine Reihe neuer Projekte an, die sich um die Themen Gesundheit und Gemeinschaft drehen.

Dazu gehört eine Anti-Rauch-Kampagne, mit der Achtklässler durch die Schule ziehen, um nur ein Beispiel zu nennen. Dazu denken sich die Kinder zudem Gesellschaftsspiele, Plakatmotive und eine Kunstaktion mit Jacques Tilly aus.

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