Engagierte Schüler und Lehrer wurden am Donnerstag ausgezeichnet – mit einer Fördersumme im Wert von 15000 Euro.

Düsseldorf. Eine neue Bücherei in Eigenregie, ein Fortsetzungskrimi aus der Feder von Grundschülern, ein Schulzoo, der Verantwortung lehrt, ein Praktikumsprojekt, bei dem Hauptschüler hörgeschädigte Jugendliche unterstützen - in der Schule lernen Kinder fürs Leben.

"Wichtig ist, was um den Unterricht herum stattfindet. Für mich persönlich war das damals bewusstseinsbildend", sagt Jacques Tilly, Künstler und Wagenbauer für den Rosenmontagszug. Deswegen hat er die Schirmherrschaft für den Schulpreis von Electronic Partner und WZ übernommen.

Die Auszeichnung, die nun schon zum dritten Mal vergeben wurde, würdigt das Engagement von Schulen jenseits von Mathestunde und Vokabeltest.

In diesem Jahr hatte sich mit 49 Schulen und mehr als 60 Projekten mehr als ein Drittel aller Düsseldorfer Schulen um den Schulpreis beworben. Ein Rekord, der zeigt, wie viel Potenzial im Zusammenwirken von Lehrern, Kindern und auch Eltern steckt.

Am Donnerstag nun fand der große Tag der Preisverleihung in der St. Benedikt Schule statt. Geld- und Sachpreise im Wert von 15 000 Euro wurden überreicht.

Es galt, 16 Siegerschulen zu küren. Darunter etwa die Theodor-Andresen-Förderschule, die eine eigene Band managt, welche mittlerweile sogar bei außerschulischen Veranstaltungen auftritt oder aber die Grundschule Lörick, deren Viertklässler die Patenschaft für ihre Erstklässler übernehmen, um diesen die Eingewöhnung in den Schulalltag zu erleichtern.

"Ich finde es fantastisch, dass öffentlich gemacht wird, was in den Schulen passiert", sagte Schirmherr Jacques Tilly und nahm sich gleich den Fortsetzungskrimi der Grundschule Flurstraße zum Lesen mit nach Hause. "Vieles von dem, was hier heute vorgestellt wird, wirkt auch außerhalb von Schule", ist Tilly überzeugt.

"Vieles von dem, was hier heute vorgestellt wird, wirkt auch außerhalb von Schule."

Jacques Tilly, Schirmherr

Wie wichtig der Blick über den Tellerrand ist, weiß Helga Falk-Zarse sehr genau. Sie ist Personalleiterin bei Electronic Partner und kennt die Anforderungen der Wirtschaft: "Wir wünschen uns Menschen, die wissbegierig und kreativ sind. Wer - wie alle diejenigen, die heute hier sitzen - mit Freude lernt und sich mit Eifer neues Wissen aneignet, hat Anspruch auf Respekt und Anerkennung."

Dem stimmte auch Schuldezernent Burkhard Hintzsche uneingeschränkt zu: "Die Anforderungen sind hoch. Schule soll anregen, individuell fördern und und und."

Er aber erlebe, dass die Schulgemeinschaften wesentlich weiter seien als das, was in der Öffentlichkeit diskutiert werde. "Für das, was Sie leisten, möchte ich mich herzlich bedanken."

Eine schöne Nachricht konnte Martin Vogler, Chefredakteur der Westdeutschen Zeitung, mitteilen. Er kündigte an, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Schulpreis geben wird. "Denn Bildung in vielerlei Hinsicht ist letztlich das Beste, was wir jungen Menschen mit auf den Weg geben können."

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