Die Leiterin der Schulhoff-Schule ist Vorreiterin bei Profilklassen.

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Kristina Mandalka (48) leitet seit fünf Jahren die Georg-Schulhoff-Realschule in Gerresheim.

Kristina Mandalka (48) leitet seit fünf Jahren die Georg-Schulhoff-Realschule in Gerresheim.

Judith Michaelis

Kristina Mandalka (48) leitet seit fünf Jahren die Georg-Schulhoff-Realschule in Gerresheim.

Düsseldorf. Wir sprachen mit Schulleiterin Kristina Mandalka.

WZ: Ab dem kommenden Schuljahr gibt es an der Georg-Schulhoff-Realschule drei Profilklassen ab der fünften Jahrgangsstufe. Damit sind Sie Vorreiter im Land. Wie kam es dazu?

Kristina Mandalka: Wir haben ein musisch-naturwissenschaftliches Profil. Das wollen wir gezielt schon ab der fünften Klasse fördern. Wir sind dreizügig, also wollen wir auch drei unterschiedliche Profile anbieten, so dass es keine ,Restklasse’ gibt.

WZ: Welche Wahlmöglichkeiten haben die Schüler?

Mandalka: Seit zwei Jahren haben wir eine Bläserklasse, die die Grundlage für eine Bigband werden soll. In diesem Schuljahr haben wir die so genannte MINT-Klasse eingeführt. Das steht für Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaften. Ab Herbst wird es dann das Profil ,Deutsch Kreativ’ geben.

Die Düsseldorferin Kristina Mandalka (48) ist seit zehn Jahren an der Georg-Schulhoff-Realschule in Gerresheim. Seit fünf Jahren leitet die promovierte Germanistin die Schule.

Die Georg-Schulhoff-Realschule ist die jüngste Realschule in Düsseldorf. Sie wurde vor elf Jahren eingerichtet und beherbergt derzeit 572 Schüler. 90 werden pro Jahr neu aufgenommen.

Mehr Informationen zu den Profilklassen gibt es online unter www.georg-schulhoff- realschule.de

WZ: Welche Inhalte wollen Sie konkret vermitteln?

Mandalka: Die Schüler der Bläserklasse werden ein für sie neues Instrument lernen. Dafür kommen Lehrer von der Clara-Schumann-Musikschule, die den Schülern das Spielen beibringen und Hintergründe der Musik vermitteln. Eine ähnliche Kooperation haben wir auch für Deutsch Kreativ. Schauspieler und Regisseure vom Schauspielhaus helfen den Kindern beispielsweise beim Schreiben und Inszenieren von Theaterstücken und Gedichten. Die MINT-Schüler können Experimente in Physik, Biologie und Chemie machen. Sie benutzen erstmals Mikroskope und Laptops und einen Solarkocher.

WZ: Demnach müssen alle neuen Schüler ab kommendem Schuljahr ein Profil wählen?

Mandalka: Ja, denn so wird jedes Kind speziell nach seinen Interessen ausgebildet. Wir decken mit unseren drei Wahlmöglichkeiten ja ein breites Spektrum ab, so dass für jeden etwas dabei ist. Der große Vorteil ist, dass die bewusste Entscheidung der Kinder gefördert wird und sie zusammen mit anderen lernen, die auch Spaß daran haben. Dieses handlungsorientierte Lernen schafft die Grundlage für eine gezielte spätere Entwicklung

WZ: Wie sind die Klassen organisiert?

Mandalka: Das gewählte Profil wird für zwei Jahre beibehalten. Ab der siebenten Klasse können sich die Schüler neu orientieren oder den eingeschlagenen Weg weitergehen. Die Profilarbeit wird außerhalb des Unterrichts fortgesetzt, zum Beispiel im Orchester, in Theatergruppen oder MINT-AGs. Für die Schwerpunktfächer werden keine anderen Stunden gestrichen. Die Wochenstundenzahl steigt auf 31.

WZ: Wie sind Ihre Eindrücke bisher?

Mandalka: Die Resonanz der Kinder Kinder ist sehr positiv. Bei den Anmeldungen spürt man, dass Eltern gezielt nach den Profilklassen fragen und ihre Kinder gerade deswegen auf die Schule schicken wollen.

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