Musikalisch hat sich an der Schule im letzten Vierteljahrhundert viel entwickelt.

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Niklas Kluger (17), Frederik Hauke (12) und Ester Dombrowski (19) beim Jubiläumskonzert in der Aula.

Niklas Kluger (17), Frederik Hauke (12) und Ester Dombrowski (19) beim Jubiläumskonzert in der Aula.

Schaller

Niklas Kluger (17), Frederik Hauke (12) und Ester Dombrowski (19) beim Jubiläumskonzert in der Aula.

Düsseldorf. Thomas Falks (18) Hände zittern. Sein Puls rast. Die Lichter im Saal gehen aus. Nur ein greller Spot strahlt ihn an. Alle Augen sind auf Thomas gerichtet. Glasklar ertönt seine Stimme: "I heard there was a secret chord." Bereits nach der ersten Zeile von "Hallelujah" hat er das Publikum in der Tasche. Sein Auftritt wird mit tosendem Applaus belohnt.

Vor 25 Jahren gab es in der Schule nur wenige Schüler mit Musikerfahrung

Applaus war bei den drei Jubiläumskonzerten "That’s Life" der Big Band des Theodor-Fliedner-Gymnasiums oft zu hören. 25Jahre ist die Big Band fester Bestandteil der Schule. Mit wechselnder Besetzung, aber mit konstant bleibender Leistung. Das ist vor allem dem Gründer und Leiter Martin Weitkamp (53) zu verdanken.

Als der Musiklehrer 1985 an das Fliedner-Gymnasium kam, wurde sein ehrgeiziges Vorhaben, eine Schülerband zu gründen, von akutem Musikermangel durchkreuzt. Mehr als einen Saxofonisten, einen Schlagzeuger und einige Pianisten konnte er in der Schülerschaft nicht auftreiben. "Es gab noch keine Infrastruktur für eine ordentliche Musikausbildung", erzählt er.

Heute ist die Schule voll ausgestattet. Der Instrumentenfundus reicht von Saxofon über Kontrabass bis hin zum Konzertflügel. Es gibt sogar eine interne Musikschule, die nachmittags Privatunterricht bietet.

Die Mitgliedschaft in der Big Band ist heiß begehrt, die Warteliste ist lang

Deshalb sind Nachwuchsprobleme kein Thema mehr. Im Gegenteil, die Warteliste für die 25-köpfige Big Band ist lang. Niklas Kluger ist einer von den Glücklichen, die es geschafft haben. Zu Recht, wie er mit seinem Saxofonsolo bei den Jubiläumskonzerten bewies. Sein selbst geschriebenes Stück kam sehr gut an. "Die Big Band war ein Grund, auf diese Schule zu gehen", sagt Niklas.

Seit vier Jahren ist er Teil der Band. Zusammenhalt wird groß geschrieben. Unstimmigkeiten zwischen Mitgliedern bedeuten auch Unstimmigkeiten zwischen den Instrumenten. "Wir verstehen uns super. Sonst würde das Spiel in einer Band dieser Größe nicht klappen."

Auch für das Schüler-Lehrer-Verhältnis ist die Band eine Bereicherung. "Jeder kann kreativ mitwirken, seine Ideen einbringen. Im Musikleistungskurs arbeiten wir eher theoretisch und sind an den Lehrplan gebunden", sagt Weitkamp.

Im Sommer wird die Warteliste der Big Band kürzer. Rund die Hälfte der Mitglieder macht Abitur. Neue talentierte Gesichter hat Weitkamp schon im Blick. In 25 Jahren hat die Band immer in voller Besetzung gespielt.

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