Ein Hörspiel über mutige Frauen haben Gesamtschüler am Mittwoch vorgestellt.

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Die Schüler der Hulda-Pankok-Gesamtschule haben ein Stück geschrieben, das in die Welt magischer Bücher führt. Sie erzählen Geschichten von Frauen, die sich wehren.

Die Schüler der Hulda-Pankok-Gesamtschule haben ein Stück geschrieben, das in die Welt magischer Bücher führt. Sie erzählen Geschichten von Frauen, die sich wehren.

Bernd Schaller

Die Schüler der Hulda-Pankok-Gesamtschule haben ein Stück geschrieben, das in die Welt magischer Bücher führt. Sie erzählen Geschichten von Frauen, die sich wehren.

Düsseldorf. Was haben Pocahontas, Alice Schwarzer, Pippi Langstrumpf und Johanna von Orléans gemeinsam? Sie faszinieren acht Mädchen und vier Jungen der Hulda-Pankok-Gesamtschule. Die Schüler der Jahrgangsstufe8 haben im Fach "Darstellen und Gestalten" neun Monate lang an einem Projekt mit dem Titel "Rebellinnen" mitgearbeitet.

Unter Leitung der Autorin Anne Schülke beschäftigten sie sich mit den Biografien berühmter und nicht so berühmter Rebellinnen, wie der Schriftstellerin Georges Sand, die Männerkleidung trug, der Räuberin Putli Bais, die auch mit einem Arm gut schießen konnte oder der Frauenrechtlerin Clara Zetkin, die sich für die Rechte der Arbeiterinnen einsetzte.

Die Jugendlichen habe alle Texte selbst geschrieben

Für die Recherche weiterer Lebensläufe wälzten die Schüler viele Bücher, erarbeiteten Ortsbeschreibungen, Geschichten und Dialoge. Das Ergebnis: ein Hörspiel mit kleinen Videosequenzen. Mittwochabend hatten die Schüler ihre Eltern und Freunde eingeladen und präsentierten ihr Werk, das 30 Minuten lang ist.

Es geht um ein Mädchen, das hautnah miterlebt, wie ein Mitschüler verprügelt wird. Der Zuhörer erfährt genau, was dem Jungen alles angetan wird. Später, in der Pause, geht das Mädchen mit seinen Freunden in den verbotenen Raum der Schule. Dort stehen magische Büchern - die Kinder tauchen ein in die Welt der Rebelinnen vom Mittelalter bis heute.

Schülke erlebte außerordentlich engagierte Jugendliche. "Sie haben alle Texte selbst geschrieben, die Ton- und Videoaufnahmen aufgenommen und die Rahmengeschichte dazu selbst entwickelt."

Die Lebensläufe starker Frauen haben die Schüler beeindruckt: "Ich fand’ Sophie Scholl toll, wie die sich in der Hitlerzeit damals mit ihrer Bande gewehrt hat", erzählt Kari Haumann (14). Jacqueline Hopf hat die Vita von Johanna von Orléans recherchiert: "Sie war eine echte Kämpferin." Lisa Conen mag Pipi Langstrumpf: "Die hat nie gemacht, was man ihr gesagt hat. Da bin ich ähnlich", gesteht Lisa.

"Wir wollen, dass alle, die unser Stück gehört haben, darüber nachdenken, dass es viele Möglichkeiten gibt, sich zu wehren", erklärt Max Heupel den Sinn des Projektes.

© WhatsBroadcast

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