Bevor der Boden unter dem Kaufhof vereist wird, gibt’s eine Probebohrung. Andere Häuser werden durch Beton geschützt.

Düsseldorf. Besonderes Augenmerk beim Bau der Wehrhahn-Linie haben die Verantwortlichen auf den Kaufhof an der Kö. Denn der geplante Bahnhof darunter wird in Spezialbauweise hergestellt: Der Untergrund wird komplett vereist und so stabilisiert, erst dann beginnen die Rohbau-Arbeiten. Damit das Projekt auch gelingt, wird es zuvor sogar eine Probebohrung auf einem Löricker Grundstück geben - dort entsteht demnächst ein Übungsschacht. "Wir wollen testen, ob wir bei den Bohrungen auch da rauskommen, wo wir hinwollen", sagt Projektleiter Gerd Wittkötter.

Per Injektion werden Betonwände unter die Häuser gepresst

Wie die WZ berichtete, wird derweil am Kaufhof schon jetzt die Fassade per Laser alle 30 Minuten abgescannt - würde das Gebäude nur ein wenig absacken, würde das sofort auffallen. Auch an anderen Häusern entlang der Strecke wird regelmäßig gemessen, ob es Veränderungen gibt - wenn auch nicht so oft.

Da vor Beginn der Arbeiten der Zustand aller Häuser genau dokumentiert wurde, kann relativ einfach festgestellt werden, ob Schäden im Zusammenhang mit dem U-Bahn-Bau aufgetreten sind. Allen Hinweisen wird nachgegangen, versichert Wittkötter: "Eventuelle Schäden werden sofort von einem Ingenieur-Büro besichtigt."

Als zusätzlichen Schutz gibt es für mehrere Dutzend Häuser auch noch Abschirmungen aus Beton - horizontal oder vertikal. Das bedeutet: Entweder wird vor einem Haus eine Art senkrechte Betonwand per Injektion in den Boden eingepresst - oder waagerecht unter den Häusern. Der Effekt ist in beiden Fällen der gleiche: Wenn es Setzungen durch die Bauarbeiten gibt, werden die Gebäude dadurch nicht tangiert.

An mehreren Häusern entlang der Elisabethstraße ist das bereits geschehen - weitere werden folgen, etwa am Schadowplatz

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