1200 Meter Regalwand für die Lagerung der Kölner Dokumente freigeräumt

Benedikt Mauer, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs.
Benedikt Mauer, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs.

Benedikt Mauer, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs.

Benedikt Mauer, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs.

Düsseldorf. Not schweißt zusammen: Nach dem Einsturz des Kölner Startarchivs hat Düsseldorf spontane Hilfe bei der Bergung und Restaurierung des Archivguts zugesagt.

So stellt das Stadtarchiv sofort 1200 Regalmeter zur Zwischenlagerung zur Verfügung, hier kann das Material auch archivgerecht gereinigt und verpackt werden. Zusätzlich bietet das Restaurierungszentrum personelle Verstärkung bei der Notsicherung an.

Das geschieht durchaus auch im eigenen Interesse. "Ab der Preußenzeit gab es einen regen Briefwechsel zwischen den jeweiligen Oberbürgermeistern und den diversen Ämtern.

Dabei ging es unter anderem um die Darstellung als rheinische Städte gegenüber Berlin aber auch um Fragen der Schifffahrt, beim Eisenbahn- oder Straßenbau", erklärte Benedikt Mauer, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs, die enge Verflechtung zwischen beiden Städten.

Zum Beispiel hütet Düsseldorf stapelweise Briefe von Konrad Adenauer, die entsprechenden Gegenstücke von Robert Lehr liegen dagegen in Köln - und sind jetzt verschüttet.

Auch wenn in älterer Zeit die Verflechtungen zwischen beiden Städten nicht so dicht waren, sorgt sich Mauer um die mittelalterlichen Unterlagen. "Im Kölner Stadtarchiv lagerten die Bestände der Kölner Klöster, das sind unersetzliche Werte", sagt er.

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