Die Benachrichtigungen werden verschickt. Viele stimmen aber schon per Post ab.

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Johannes Esser wählte am Donnerstag schon im Wahlamt an der Brinckmannstraße – weil er in Urlaub fährt.

Johannes Esser wählte am Donnerstag schon im Wahlamt an der Brinckmannstraße – weil er in Urlaub fährt.

J. Kinast

Johannes Esser wählte am Donnerstag schon im Wahlamt an der Brinckmannstraße – weil er in Urlaub fährt.

Düsseldorf. Für Johannes Esser und seine Frau Heidrun ist die Bundestagswahl schon gelaufen. Bevor in Düsseldorf die ersten Plakate geklebt wurden. „Wahlkampf ist doch eh uninteressant“, sagt der Unterbilker, der sein Kreuz am Donnerstag im Wahlamt an der Brinckmannstraße macht. Denn am Freitag geht es für das Ehepaar nach Frankreich, die ganze Atlantikküste wollen sie abfahren. „Ich weiß ja, was ich wählen will“, sagt Esser achselzuckend.

Für das Team im Wahlamt läuft die Wahl, die offiziell am 22. September stattfindet, also bereits. Denn von den 413 968 Wahlberechtigten entscheiden sich immer mehr für die Briefwahl vorab, laut Amtsleiter Manfred Golschinski diesmal wohl über 90 000. „Und die Organisation läuft schon ein Dreivierteljahr vor dem Wahltermin auf Hochtouren“, erklärt er.

Wahlbenachrichtigungen: „Wir haben das Wählerverzeichnis erstellt und schicken jetzt die Wahlbenachrichtigungen raus“, sagt Golschinski. Wer bis zum Montag, 2. September, keine erhalten habe, sollte im Wahlamt anrufen und überprüfen, ob er denn im Wählerverzeichnis steht.

Wahlkreise: Düsseldorf besteht aus zwei Wahlkreisen. Im nördlichen Wahlkreis 106 dürfen 218 103 Menschen wählen, im südlichen Kreis 107 sind es 195 865 Düsseldorfer.

Wahllokale: Es gibt in Düsseldorf wieder 388 Wahllokale – 270 von ihnen behindertengerecht. Die meisten (323) befinden sich in Schulen. Der kleinste Wahlbezirk mit 108 Wahlberechtigten ist der Hafen (Wahllokal Gladbacher Straße 95), der größte in Unterrath (Wahllokal Unterrather Straße 76) mit 1722 Wahlberechtigten.

An der Bundestagswahl dürfen auch Düsseldorfer teilnehmen, die im Ausland leben – teils schon über 25 Jahre. Sie müssen sich allerdings selbst anmelden und politisches Interesse nachweisen. Wie genau, das kann auch Manfred Golschinski nicht erklären. Die Ablehnungsquote gehe aber gegen Null.

Bereits 685 Anträge von Düsseldorfern im Ausland sind für die bevorstehende Bundestagswahl eingegangen.

Im Wahlamt an der Brinckmannstraße hängt eine Karte mit einer roten Stecknadel für Düsseldorf (Foto) und weißen für die Wohnorte der Auslandswähler – auf allen Kontinenten. Golschinski: „Die Karte ist schon gut gespickt.“

Service: Für Fragen rund um die Bundestagswahl hat das Wahlamt, Brinckmannstraße 5, montags bis mittwochs von 8 bis 15.30 Uhr geöffnet, donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 12.30 Uhr – und am Freitag vor der Wahl bis 18 Uhr. Zudem gibt es ein Service-Telefon unter der Nummer 899 33 68.

Erstwähler: Unter den Wahlberechtigten in Düsseldorf sind 17 137 junge Menschen, die zum ersten Mal an einer Bundestagswahl teilnehmen. Und immerhin 5142, die zum allerersten Mal überhaupt wählen gehen dürfen.

Wahlatlas: Der Wahlatlas „Delectis“ der Stadt ist jetzt im Netz. Dort können die Wähler beispielsweise sehen, wie viele Stimmen welche Partei bei den Bundestagswahlen 2005 und 2009 in ihrem Stadtteil errungen hat. Wer sich ein bisschen mit Statistik auskennt, kann auch Zusammenhänge zwischen Wahlergebnissen und soziodemografischen Daten herstellen – und so etwa herausfinden, dass die Grünen 2009 besonders viel Stimmen da geholt haben, wo der Anteil der 25- bis 35-Jährigen groß ist.

 

 

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