Callejon haben es vom Gymnasium in Kaiserswerth in die Top Ten der deutschen Charts geschafft.

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Auch wenn die Band ziemlich viel unterwegs ist, Düsseldorf bleibt ihre „Home-Base“.

Auch wenn die Band ziemlich viel unterwegs ist, Düsseldorf bleibt ihre „Home-Base“.

Leopold Nilsson

Auch wenn die Band ziemlich viel unterwegs ist, Düsseldorf bleibt ihre „Home-Base“.

Düsseldorf. Zwei Alben von zwei Düsseldorfer Bands zur gleichen Zeit in den Top Ten der deutschen Album-Charts – wann gab es das zuletzt? Es muss lange her sein, wenn nicht gar eine Premiere. Im Sommer belagerten die Toten Hosen mit ihrem Album „Ballast der Republik“ die Spitze der Charts – zur gleichen Zeit schafften es die Düsseldorfer Jungs der Metalcore-Band Callejon (deutsch: Sackgasse) mit ihrem vierten Album „Blitzkreuz“ in die Top Ten.

„Das war eine Riesenüberraschung für uns. Wir wussten, dass wir mit dem Album etwas erreichen können, an solch einen Erfolg wagt man aber nicht zu denken“, sagt Gitarrist Bernhard Holm (28) – ein sympathischer Typ mit langen Haaren, Tattoos über dem linken Unterarm, Nasenpiercing und schwarzen Chucks. Wegweiser für diese Platzierung war bereits das letzte Album „Videodrom“ von 2010, das bis auf Platz 31 kam. Holm: „Das wollten wir toppen.“

Diesen Enthusiasmus hatte die Band nicht immer. Nach „Videodrom“ war sogar ein Schlussstrich im Gespräch. Antriebslosigkeit, Stress und andere Interessen drückten die Stimmung. „Wir haben uns gefragt, ob es all das wert ist. Denn jeder von uns hat Freundin, Job oder Studium vernachlässigt, ohne dass viel von der Musik zurückkam“, erklärt Holm. Zwei Jahre später ist die Bestandsaufnahme eine andere: „Musik ist für uns zwar ein Job, aber ein verdammt geiler Job.“

Callejon, heute sind das nach einigen Umbesetzungen neben Holm der Sänger Bastian Sobtzick, Thorsten Becker (Bass), Christoph Koterzina (Gitarre) und Maximilian Kotzmann (Schlagzeug).

Der Grundstein für die Band wurde in der Schule gelegt

Ihre Geschichte begann vor etwa zehn Jahren, als Holm und Sobtzick sich am Kaiserswerther Suitbertus-Gymnasium kennengelernt haben. „Mit 16 haben wir uns angefreundet, hatten Lust auf eine Band und haben unsere Mitspieler aus unserem Umfeld rekrutiert“, erzählt Holm.

Am 10. November spielen sie in der Kölner Live Music Hall.

Nach und nach ist die Band gewachsen, hat einen Nachwuchs-Wettbewerb im Zakk gewonnen und sich internationalen Respekt erspielt. Heute spielen sie regelmäßig in ausverkauften Clubs mit mehr als 1000 Gästen. Doch eine Konstante bleibt: Düsseldorf. Das sei ihre „Home-Base“, sagt Holm. Hier arbeiten und leben die meisten von ihnen, hier probt die Band.

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