Die Stadtwerke-Tochter Grünwerke betreibt drei Photovoltaikanlagen in der Stadt – eine auf den Hallendächern vom TC Rot-Weiß.

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Auf zwei Dächern des Tennisclubs Rot-Weiß an der Lenaustraße in Mörsenbroich produzieren jetzt Photovoltaikanlagen Strom.

Auf zwei Dächern des Tennisclubs Rot-Weiß an der Lenaustraße in Mörsenbroich produzieren jetzt Photovoltaikanlagen Strom.

Judith Michaelis

Auf zwei Dächern des Tennisclubs Rot-Weiß an der Lenaustraße in Mörsenbroich produzieren jetzt Photovoltaikanlagen Strom.

Düsseldorf. Sport und Umweltschutz: Für den 1925 gegründeten Tennisclub Rot-Weiß an der Lenaustraße hängt das ganz eng zusammen. Also hat der Mörsenbroicher Verein jetzt zwei Dächer seiner Tennishallen der Ende Mai neu gegründeten Stadtwerke-Tochter "Grünwerke" für Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung gestellt: "Die Hallendächer mit fast 1100 Quadratmetern Fläche stehen in Nord-Süd-Richtung und sind deshalb ideal geeignet für die Erzeugung von Solarstrom", sagt Thorsten Bandel, der Vorsitzende von Rot-Weiß, "da waren die Solardächer nur folgerichtig."

Die Solarstromanlage in Mörsenbroich ist eine von dreien, die die Grünwerke bislang in Betrieb genommen haben. Die anderen befinden sich auf Dächern im Hafen an der Cuxhavener Straße und auf dem Betriebshof der Stadtwerke am Höherweg. Zusammen haben sie eine Million Euro gekostet, dafür produzieren sie insgesamt 385 Kilowatt Strom, was den jährlichen Bedarf von immerhin 110 Vier-Personen-Haushalten deckt.

Grünwerke planen weitere Photovoltaikanlagen in NRW

Stadtwerke-Vorstand Rainer Pennekamp warb um weitere Flächenanbieter für Solardächer: "Dann kann ganz schnell etwas darauf entstehen." Zugleich freilich machte er klar, dass es regenerative Energien - Windkraftanlagen gibt es hier weiterhin nicht - alleine den Energiebedarf Düsseldorfs niemals decken könnten: "So viele geeignete Flächen gibt es gar nicht.

Außerdem gilt: Ohne genügend Sonne läuft nichts." Dennoch bleiben die Grünwerke am Ball: "Weitere Solardächer in Nordrhein-Westfalen sind bereits in Planung", sagt Geschäftsführer Matthias Trunk .

Sie nennen sich "grüne Tochter" der Stadtwerke und sind spezialisiert auf Wind- und Sonnenenergie. Man plant, baut und betreibt regenerative Erzeugungsanlagen, u.a. den "Windpark Willich", und ist beteiligt am EnBW-Windpark in der Ostsee. Bis 2020 will das Unternehmen einen dreistelligen Millionenbetrag in erneuerbare Energien investieren.

Durch die drei Photovoltaikanlagen in Düsseldorf sollen 195 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

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