Ab Juni wird besonders viel geheiratet. Was Hochzeitsgäste bei ihren Präsenten bedenken sollten, steht hier.

Ab Juni wird besonders viel geheiratet. Was Hochzeitsgäste bei ihren Präsenten bedenken sollten, steht hier.
Eine Hochzeit ist teuer – auch die Torte. Deshalb sind Geldgeschenke eigentlich immer willkommen und gar nicht einfallslos.

Eine Hochzeit ist teuer – auch die Torte. Deshalb sind Geldgeschenke eigentlich immer willkommen und gar nicht einfallslos.

dpa

Eine Hochzeit ist teuer – auch die Torte. Deshalb sind Geldgeschenke eigentlich immer willkommen und gar nicht einfallslos.

Frühjahr und Sommer ist Hochzeitssaison. Doch was kann man schenken, das später nicht in einer Ecke verstaubt? Was ist preislich angemessen? Was macht Freude? Klar, dass das immer auf das Paar ankommt, auf die individuellen Wünsche und Vorlieben. Doch es gibt tatsächlich Tipps und Faustregeln, wie man auf passende Ideen kommt, die teils auf Erfahrungen von Hochzeitsplanern zurückgehen. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Geldgeschenke – einfallslos oder empfehlenswert?

Eine Hochzeit meist nicht ganz billig, die Gäste müssen versorgt werden, oft ist ein DJ oder eine Band dabei, auch die Flitterwochen kosten. Viele Paare freuen sich daher über Zuschüsse, um die Kasse wieder aufzufüllen oder sich beispielsweise auf ihrer Reise etwas gönnen zu können. Manche Hochzeitsplaner sprechen sogar von bis zu 99 Prozent ihrer Heiratswilligen, die sich explizit Geld wünschen. Das steht dann auch meist in der Einladungskarte. Nett verpackt, in einem Bilderrahmen, mit Bezug zu Hobbys des Paares oder zu Anekdoten aus dem Leben, bekommt das Geschenk eine persönliche Note. Ideen finden sich bei Portalen im Internet: ein Blumenstrauß aus Geldscheinen für Blumenliebhaber, zu einem Boot gefaltet für begeisterter Segler oder in Form einer Gitarre für Musikliebhaber. Aber auch hier gilt, nach dem Geschmack zu gehen. „Manche legen auf selbst gemachtes gar nicht so viel wert, freuen sich mehr über eine schöne Karte mit persönlichen Worten.“ Beigaben, die sich das Paar sonst eher selten gönnt, werten das Geschenk zusätzlich auf, beispielsweise eine exklusive Schokolade oder eine Flasche Wein eines besonderen Jahrgangs.

Was ist ein angemessener Preis?

Zum wichtigsten Tag des Paares sollte das Geschenk schon etwas mehr kosten, dasselbe gilt für Geldgeschenke – aber wie viel ist angemessen, um weder knauserig zu wirken noch übertrieben viel zu geben? Hochzeitsplanerin Marie Alsleben kennt eine Faustregel: Man kann in etwa das Doppelte ausgeben wie für ein Geburtstagsgeschenk. Das gilt jedoch nicht pauschal. Wer nicht so viel Geld hat, brauche sich keine Gedanken machen: „Das Brautpaar will ja auch nicht, dass sich jemand übernimmt. Das macht eher ein schlechtes Gewissen.“ Zeit am Tag selbst miteinander zu verbringen zählt ohnehin am meisten.

Das kommt nicht gut an

Haushaltsgeräte, Geschirr, Dekogegenstände und Co haben ausgedient - es sei denn, das Brautpaar hat einen ausdrücklichen Wunsch oder Bedarf geäußert. Es lohnt ein Blick in die Einladung, um sich noch einmal dessen zu versichern. Heutzutage besitzen junge Paare meist schon alles, was sie fürs Zusammenleben brauchen - oft sogar doppelt. Oder sie kaufen es lieber nach ihren eigenen Vorstellungen ein. Auch bei Überraschungs-Aktionen am Hochzeitstag ist Vorsicht angesagt, vor allem, wenn sie Braut und Bräutigam körperlich einiges abverlangen oder Privates verraten, sie damit bloßstellen können. Eine Rücksprache mit den Trauzeugen ist in jedem Fall angeraten – dann spricht allerdings nichts dagegen.

Generell sind Aktionen, die abgesprochen sind, eine schöne Idee. Eine Möglichkeit sind Auftritte oder Geschenke am Hochzeitstag - beispielsweise ein vorhandenes Gedicht umzuschreiben mit Bezug auf das Paar und das Werk anschließend hübsch verpackt zu überreichen als Erinnerung. Auch ein ansprechend gestaltetes Gästebuch auszulegen oder einen Auftritt von einem Sänger oder einem anderen Unterhaltungskünstler zu finanzieren sind Ideen. Wenn das Paar Überraschungen liebt, lassen sich Aktionen für die Flitterwochen planen, beispielsweise eine Kutschfahrt, ein Hubschauber-Rundflug, ein Tauschkurs. Das geht natürlich ebenso mit Gutscheinen für die Heimatstadt.

Zeit schenken– sind Gutscheine noch im Trend?

Als besonders wertvoll gilt Zeit – sie zu verschenken, kommt meist sehr gut an, sagen Hochzeitsplaner. Das kann bedeuten, dem Paar Unternehmungen zu zweit zu ermöglichen: ein Tag im Spa, ein Ausflug, ein besonderes Essen, ein Besuch im Musical, ein Kletterkurs - je nach individuellen Vorlieben. Genauso gut eignet sich vielleicht eine gemeinsame Aktivität in größerer Runde, als Gruppe mit Freunden oder der Familie, besonders, wenn man sonst eher selten dazu kommt. Bei größeren, teuren Unternehmungen oder Ideen macht es durchaus Sinn, sich mit anderen Gästen zusammenzuschließen, gemeinsam zu überlegen – und dem Paar vielleicht einen langgehegten Traum zu erfüllen. Ein Fallschirmsprung oder eine Fahrt im Heißluftballon, ein Candle-Light-Dinner bei einem Sterne-Koch, einmal Einkaufen in einem Luxusladen, eine individuelle Stadtführung - was gut ankommt, hängt natürlich ganz vom Paar ab.

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